Zusammen Grosses bewirken
03.09.2026 RegionDank der Trägerschaft durch den Natur- und Vogelschutzverein Gontenschwil, den Naturschutzverein BirdLife Reinach, BirdLife Schweiz und BirdLife Aargau, der Projektleitung durch das Ökobüro apiaster GmbH sowie zahlreicher finanzieller Unterstützer konnte das Projekt ...
Dank der Trägerschaft durch den Natur- und Vogelschutzverein Gontenschwil, den Naturschutzverein BirdLife Reinach, BirdLife Schweiz und BirdLife Aargau, der Projektleitung durch das Ökobüro apiaster GmbH sowie zahlreicher finanzieller Unterstützer konnte das Projekt «Naturnetz oberes Wynental – NoW» vor kurzem feierlich abgeschlossen werden. Das aus verschiedenen Teilprojekten bestehende Projekt verfolgt das Ziel, Lebensräume für Amphibien, Reptilien, Vögel und Wildbienen miteinander zu vernetzen.
Rund 20 Personen fanden sich zum feierlichen Abschluss in der Waldhütte Zollester in Reinach ein. Die fröhlichen Gesichter der Anwesenden liessen bereits erahnen, welch bedeutender Meilenstein mit der Umsetzung der verschiedenen Projekte erreicht worden war. «Wir haben irgendwann aufgehört, die Stunden zu zählen», erzählte ein Vereinsmitglied des Naturund Vogelschutzvereins Gontenschwil. Der Startschuss für die Vernetzungsprojekte fiel im Jahr 2022. Ursprünglich war vorgesehen, die Teilprojekte bereits 2024 abzuschliessen, schliesslich wurde es 2026.
Ein langer Weg
Damit prioritäre Tierarten wie die Kreuzkröte, die Geburtshelferkröte, oder die Gelbbauchunke oder der Neuntöter langfristig erhalten bleiben können, sind geeignete Lebensräume notwendig, in denen die natürlichen Kreisläufe funktionieren. Gleichzeitig braucht es eine Vernetzung dieser Lebensräume, damit sich die verschiedenen Tierarten weiter ausbreiten können. Dank des grossen Engagements der regionalen Vereine und der professionellen Begleitung durch die apiaster GmbH, welche auch die Machbarkeitsstudien machten, konnten etliche neue Lebensräume geschaffen werden.
«Wir haben uns zunächst überlegt, was es in der jeweiligen Region braucht, und anschliessend mit der entsprechenden Projektidee nach geeigneten und interessierten Grundstückseigentümern gesucht», berichtet ein Vereinsmitglied. Die Suche nach passenden Flächen gestaltete sich jedoch nicht immer einfach. Landwirte verfügen zwar teilweise über geeignete Flächen, müssen gleichzeitig aber die Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebe berücksichtigen. In anderen Fällen mussten Grundstücke verkauft werden, wodurch bereits erteilte Zusagen wieder zurückgezogen wurden.
Dennoch konnte eine vielfältige Mischung aus Privatpersonen, Landwirten, Institutionen und weiteren Grundstückseigentümern gewonnen werden, die für die Projekte geeignete Flächen zur Verfügung stellten. War dieser Schritt geschafft, folgten zahlreiche Abklärungen und notwendige Bewilligungen. Auch die Finanzierung stellte eine grosse Herausforderung dar. Insgesamt wurden rund eine halbe Million Franken in die neuen Lebensräume investiert. Finanzielle Unterstützung kam unter anderem von dem naturemade Star-Fonds von ewz, dem Kanton Aargau, der Stiftung Lebensraum Aargau, der Paul Schiller Stiftung und vielen mehr.
«Wir waren sehr froh, die professionelle Unterstützung von Apiaster mit Philipp Schuppli und Annina Bossert an unserer Seite zu haben», sagt das aktive Vereinsmitglied Monika Wassmann. Umso grösser war nun die Freude beim gemeinsamen Abschluss.
Bereits erste Erfolge
Nach einem Einblick in die verschiedenen Arbeiten der vergangenen Jahre wurde ein Rundgang zu den verschiedenen Teilprojekten organisiert. Eines der Teilprojekte befindet sich am Südhang des Hombergs. Dort wurden für die Kreuzkröte, den Neuntöter und das Hermelin drei Laichgewässer sowie Sandlinsen angelegt. Zusätzlich entstanden neue Hecken und grosse Bäume wurden entfernt. Die Eichen blieben zur Freude des Mittelspechts erhalten. Es zeigen sich erste Erfolge: «Die Kreuzkröte fühlt sich in den neuen Laichgewässern bereits wohl», erzählt eines der Vereinsmitglieder erfreut.
Des Weiteren befinden sich neu geschaffene und aufgewertete Habitate im Wannental und Mösli, im Wilimoos, im Zollester und im Gebiet Chäser. Langfristig soll eine durchgehende Vernetzung vom Hallwilersee über den Homberg sowie vom Stierenberg über das Mösli bis zum Chäser entstehen.
Janine Flückiger



