Kreditabrechnungen und Anträge zu Verpflichtungskrediten prägten die Sommergmeind in Schöftland.
Die Jahresrechnung 2025 mit einem Aufwandsüberschuss von 101’174 Franken fiel wesentlich geringer aus als mit 1’433’950 Franken ...
Kreditabrechnungen und Anträge zu Verpflichtungskrediten prägten die Sommergmeind in Schöftland.
Die Jahresrechnung 2025 mit einem Aufwandsüberschuss von 101’174 Franken fiel wesentlich geringer aus als mit 1’433’950 Franken budgetiert. 152 der 3129 Stimmberechtigten billigten diese ebenso wie den Rechenschaftsbericht 2025 einstimmig. Auch die Kreditabrechnungen über die Sanierung des Kugelfangs der Schiessanlage «Hügeli», des Schulraumprovisoriums und den Einbau von «Smart-Metern» bei der Elektrizitäts- und Wasserversorgung mit Kreditunterschreitungen verabschiedeten die Einwohner mehrheitlich. Mit nur neun Gegenstimmen nahmen die Schöftler den Verpflichtungskredit zur Kanalisationssanierung der Dorfstrasse inklusive Strassenbau über rund Mio. 2 Franken an.
Die Abstimmung über das Ersatzabgabenreglement für Fahrzeugabstellplätze gab allerdings Anlass zur Diskussion. Wenn bei Bauvorhaben in der Kern- und Zentrumszone die notwendige Anzahl von Pflichtparkplätzen unterschritten wird, sollen Bauherren eine Ersatzabgabe leisten. Ein Antrag zur Zurückweisung des Geschäfts lehnte die Gmeind mehrheitlich ab. Das Ersatzabgabenreglement passierte mit 89 Ja- zu 30 Nein-Stimmen die Gemeindeversammlung.
7.54 Millionen Franken für den Bach
Einen weitaus grösseren Diskussionsbedarf erforderte die Absegnung des Verpflichtungskredits zur Revitalisierung des Surtelbachs über ein Gesamtvolumen von Mio. 7.54 Franken, wobei 60 Prozent der subventionsberechtigten Kosten das Bundesamt für Umwelt (BAFU) übernehmen würde. Von den verbleibenden Kosten entfielen 60 Prozent auf die Gemeinde und 40 auf den Kanton. Wortmeldungen von betroffenen Grundstückseigentümern thematisierten den ausgetrockneten Bachverlauf und andere überschwemmte Keller in der Vergangenheit. Auch die hohe Anzahl an Brücken über den Bach kam zur Sprache, und ob man diese alle brauche. Bemerkenswert ist die Feststellung eines Schöftlers, dass mit der Bachrevitalisierung eine höhere Biodiversität bei Flora und Fauna zu erwarten sei. Mit 19 Gegenstimmen nahm der Gemeinderat dann doch diese Abstimmungshürde. Bei Ablehnung kündigte zuvor Gemeindeammann Thomas Buchschacher an, dass dieses Geschäft nicht weiterverfolgt werden und Schäden durch Hochwasser alleinige Sache der Liegenschaftsbesitzer in Zukunft bleiben würden.
Alfred Weigel