Nach zwölf Jahren im Gemeinderat verlässt Thomas Zettel die politische Bühne. Mit dem Ende des Monats März geht damit im Gemeinderat eine Ära zu Ende. Thomas Zettel, der über ein Jahrzehnt lang die Geschicke der Gemeinde massgeblich mitgelenkt hat, demissioniert. Er ...
Nach zwölf Jahren im Gemeinderat verlässt Thomas Zettel die politische Bühne. Mit dem Ende des Monats März geht damit im Gemeinderat eine Ära zu Ende. Thomas Zettel, der über ein Jahrzehnt lang die Geschicke der Gemeinde massgeblich mitgelenkt hat, demissioniert. Er hinterlässt eine Gemeinde, die durch sein Wirken zukunftsfähiger geworden ist.
Wer die politische Arbeit von Thomas Zettel in den letzten zwölf Jahren verfolgt hat, weiss, hier war ein Dossier-Kenner am Werk. Er hat sich nicht als Verwalter, sondern vor allem als Gestalter erwiesen. Sein Name ist untrennbar mit den öffentlichen Bauprojekten der jüngeren Dorfgeschichte verbunden.
Meilensteine in Stein und Beton
Thomas Zettel trieb die Schulhausbauten voran und setzte sich mit Herzblut für den Bau des neuen Kindergartens und der Tagestrukturen ein. Investitionen, die direkt der Lebensqualität der Rickenbacher Familien zugutekommen. Auch das neue Gemeindehaus, heute ein modernes Dienstleistungszentrum für die Bevölkerung, wurde unter seiner Ägide realisiert. Dass die Strassen- sowie die Versorgungsinfrastruktur trotz stetiger Beanspruchung in Schuss blieben, ist zudem seiner konsequenten Umsetzung des Masterplans «Strassen» als Daueraufgabe zu verdanken.
Das Meisterstück: Die Ortsplanung
Die vielleicht grösste Herausforderung seiner Amtszeit lag jedoch im Bereich der Ortsplanungsstrategie. Als Präsident der Ortsplanungskommission übernahm Thomas Zettel die Führung in einem der schwierigsten politischen Prozesse. Mit der erfolgreich abgeschlossenen Ortsplanung brachte er ein Mammutprojekt unter Dach und Fach. Besonders bemerkenswert war dabei sein Umgang mit konfliktbeladenen Themen wie den Rückzonungen. Mit einer Mischung aus konstruktivkritischer Haltung und grosser Souveränität vertrat er diese Geschäfte an den Gemeindeversammlungen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger schätzten seine dossierfesten Ausführungen, die stets von Sachverstand und politischem Gespür zeugten.
Ein geschätzter Kollege
Im Gemeinderatsgremium hinterlässt Thomas eine Lücke, die über das Fachliche hinausgeht. Seine Ratskollegen beschreiben ihn als eine Persönlichkeit, welche die kollegiale Zusammenarbeit lebte. Er war kein Ja-Sager, dies wurde von seinen Ratskollegen immer sehr geschätzt, denn seine kritischen Fragen dienten immer der Sache und dem Ziel, die beste Lösung für Rickenbach zu finden.
Abschied mit grossem Dank
Mit seinem Rücktritt per Ende März verliert die Gemeinde einen erfahrenen Strategen und einen engagierten Kollegen. Der Gemeinderat und die Verwaltung danken Thomas Zettel für zwölf Jahre unermüdlichen Einsatz, für seine Weitsicht und für die angenehme Zusammenarbeit. Die Gemeinde ist für die kommenden Jahre bestens aufgestellt, auch dank der Fundamente, die Thomas Zettel in seiner Amtszeit gelegt hat. Sein Nachfolger Andreas Wermelinger wird darauf weiter aufbauen können.
Adrian Häfeli, GR Ressort Präsidiales