Der Abschlussabend der 9. Stufe Rickenbach wurde weitgehend von den Absolventinnen und Absolventen selbst geplant und gemeistert.
(Eing.) Bereits nach einer kurzen Begrüssung in der gut gefüllten Kubus-Halle am Mittwochabend der letzten Schulwoche übergab ...
Der Abschlussabend der 9. Stufe Rickenbach wurde weitgehend von den Absolventinnen und Absolventen selbst geplant und gemeistert.
(Eing.) Bereits nach einer kurzen Begrüssung in der gut gefüllten Kubus-Halle am Mittwochabend der letzten Schulwoche übergab Schulleiter Hanspeter Erni das Wort an die Abschlussklasse – und die ging gleich ins Kino; natürlich szenisch clever inszeniert, um sich den Film «AK 26» anzusehen. Tatsächlich bestand dann ein grosser Teil des Abschlussprogramms aus zusammengeschnittenen, selbst aufgenommenen Videos: Zuerst von «Klopfstreichen» in den Schulräumlichkeiten, dann von der zweitägigen Schulreise im «Zivilschutzbunker» in der siebten Klasse, der «Gotthardwoche» in der achten und schliesslich dem diesjährigen Abschlusslager im Tessin.
Obwohl Lager und Ausflüge über die ganzen drei Sek-Jahre hinweg nur einen kleinen Teil der gemeinsamen Zeit ausmachten, schienen diese die Jugendlichen besonders geprägt und zusammengeschweisst zu haben. Es zeigt sich, dass die beiden Klassenlehrpersonen Michele Bolfing und Beni Koch ein gutes Gespür dafür hatten, wie sie ihre Klassen mit ausserschulischen Aktivitäten begeistern konnten, selbst wenn diese auf den ersten Blick durchaus herausfordernd bis anstrengend erschienen: So war die Gotthardwoche eigentlich ein mehrtägiger, kräftezehrender Marsch über den Gotthard, mit Übernachtungen in verschiedenen SAC-Hütten, welche nicht immer den Komfort boten, welchen sich die Jugendlichen gewohnt waren. Hinzu kam, dass es in jener Woche im Juni 2025 aus Kübeln geregnet hatte und in den Videos war zu sehen, wie dies zwischenzeitlich schon auf die Stimmung der Wandergruppe schlug. Umso grösser ist heute der Stolz, mit dem die Stufe auf ihre ausdauernde Leistung zurückblicken kann.
Auf diese und andere Highlights kam die Neuntklässlerin Sandrine Vergien in einer unterhaltsamen Rede zu sprechen, was gewissermassen in Worte fasste, was zuvor in den Videos sowie den kurzen Sketches bildlich dargestellt worden war. Zu diesem Zeitpunkt standen die Absolventinnen und Absolventen schon alle in ihren überraschend gut sitzenden Abendgarderoben auf der Bühne und gaben zum Abschluss eine Karaoke-Version von Coldplay‘s «Viva la Vida» zum Besten.
Nach der Zeugnisübergabe haben sie nicht nur ihren Abschlussabend, sondern die ganze Sekundarschulzeit sowohl mit viel Eigeninitiative als auch mit starkem Teamgeist gemeistert; scheinbar gegensätzliche Qualitäten, welche den Jugendlichen auf ihrem weiteren Lebensweg behilflich sein werden. Die Worte des Schulleiters zum Thema Eigenverantwortung vermochten diesen Gegensatz jedoch treffend abzurunden: «Eigenverantwortung heisst nicht, alles allein zu können. Es heisst, zu wissen, dass ihr für euren Weg verantwortlich seid – und dass ihr Hilfe holen dürft, wenn ihr sie braucht.»