Samariter meets Redog
09.04.2026 Michelsamt, RickenbachAm letzten Dienstag im März fand eine Übung beim Samariterverein Rickenbach mit Unterstützung der Redog Innerschweiz statt.
(Eing.) Den Samaritern wurde nur die Information mitgegeben, die Hunde in Begleitung mit den Hundeführern suchen die Verschütteten und ...
Am letzten Dienstag im März fand eine Übung beim Samariterverein Rickenbach mit Unterstützung der Redog Innerschweiz statt.
(Eing.) Den Samaritern wurde nur die Information mitgegeben, die Hunde in Begleitung mit den Hundeführern suchen die Verschütteten und anschliessend wird erste Hilfe geleistet. Der Hund Eli suchte die Umgebung ab, bellte und zeigte seinem Hundeführer Armin Schneider den Verschütteten unter einer eingestürzten Treppe an.
Der Hund Baccara mit Hundeführerin Alina Wyss suchte und fand einen menschlichen Geruch und zeigte durch Bellen einen Verletzten in einem eingestürzten Turm an. Die Hundeführer belohnten ihre Hunde für ihr Engagement und ihre Arbeit.
Danach kamen die Samariter zum Einsatz, beurteilten die verletzten Personen, sicherten die Umgebung, alarmierten und kümmerten sich um eine verletzte Schulter, Platzwunde am Kopf.
Bei der zweiten Person war die Unfallstelle sehr eng, der offene Bruch am Arm und die Pfählung, dies bedeutet in diesem Fall, die Eindringung einer Holzlatte in den Oberschenkel, wurden so gut wie möglich versorgt.
Redog – der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde
Der Verein Redog besteht seit 1971 und die Mitglieder trainieren in 12 Regionalgruppen. Armin Schneider und Alina Wyss gehören dem Redog Innerschweiz an.
Die Kernkompetenz von Redog ist die Verschütteten- und Vermisstensuche. Beim Einsturz eines Hauses, bei Naturkatastrophen usw. arbeitet Redog mit den Blaulichtorganisationen, mit Partnerorganisationen und den Behörden zusammen. Unter anderem waren sie nach dem Erdbeben im Jahr 2023 in der Türkei und nach der Unwetterkatastrophe im Misox im 2024 im Einsatz. Das Rettungsteam umfasst nicht «nur» die Hunde und ihre Hundeführer, sondern es sind jeweils Statiker, Retter, Verpflegungsteam und Ärzte mit dabei. Die Einsätze im Ausland erfordern einen enormen Aufwand wie gültige Pässe, aktuelle Impfungen, Einsatzpläne, Transfer ins Land, Unterkünfte für Tier und Mensch und vieles mehr.
Ausbildung von Rettungsteams aus Hund und Mensch
Die Hunde, welche nicht älter als 4 Jahre sind, werden in der Verschüttetensuche und Vermisstensuche ausgebildet. Die Ausbildung dauert 3 bis 6 Jahre. Die Hundeführer bringen u.a. Einsatzbereitschaft, viel Zeit und ein hohes Verantwortungs- und Sicherheitsbewusstsein mit. Die Hundenasen werden bei der Suche mit Technik wie Mikrophone, Kameras und Drohnen ergänzt.
Die Ausbildung sowie die Übungen finden auf Recyclinganlagen, Werkhöfen, Baugruben, Waffenplätzen, Anlagen (speziell für Redog gebaut) etc. statt.
Notrufnummer 0844 441 144
Unter der Notrufnummer können Behörden und private Menschen im Zusammenhang mit der Suche von Vermissten oder Verschütteten die Hilfe von Redog anfordern. Die Suche ist für Angehörige dank Spenden kostenlos.
Weitere Informationen oder die Möglichkeit, Redog finanziell zu unterstützen unter www.redog.ch.
Redog live erleben an der Kilbi in Rickenbach
Die Samariter Rickenbach in Zusammenarbeit mit Redog Innerschweiz sind am 11. Oktober 2026 an der Kilbi in Rickenbach anzutreffen. Die beiden Vereine freuen sich, ihre Arbeit der Öffentlichkeit zu präsentieren und stehen für Fragen und Gespräche gerne bereit.

