Der Coro hat Italien zum Leuchten gebracht
30.10.2018 TeufenthalDieses Jahr setzte der Coro Italiano mit seinem Unterhaltungsprogramm auf ein bisschen Nostalgie. Gemeinsam mit dem Publikum schaute der Chor zurück auf alte Zeiten und wählte daraus bekannte Lieder aus. Mit dem Schlussbouquet unter dem Titel «Musichiere delle regioni ...
Dieses Jahr setzte der Coro Italiano mit seinem Unterhaltungsprogramm auf ein bisschen Nostalgie. Gemeinsam mit dem Publikum schaute der Chor zurück auf alte Zeiten und wählte daraus bekannte Lieder aus. Mit dem Schlussbouquet unter dem Titel «Musichiere delle regioni d’Italia» entführte der Coro ins Abendprogramm aus dem Jahr 1982 und brachte damit alle Regionen Italiens zum Leuchten.
moha. Die Abendunterhaltung des Coro Italiano hat in der Turnhalle seit vielen Jahren seinen festen Platz. Wenn der Anlass auch nicht mehr immer die ganze Halle zu füllen vermag, hat das Konzert für die Chormitglieder und den Präsidenten Domenico Baggio eine grosse Wichtigkeit: «Unterhaltungsabende haben in der heutigen Zeit nicht mehr die gleiche Bedeutung wie früher. Und auch die Firma Injecta gibt es nicht mehr; unseren Chor aber schon!», betonte er nicht ohne Stolz. «Wir hatten ein gutes Jahr mit vielen Auftritten in Spitälern und Altersheimen», zog Domenico Baggio Bilanz, um dann auch gleich einige seiner Sängerinnen und Sänger zu entschuldigen, die leider krankheitshalber ausgefallen sind. – Der heute 26 Stimmen starke Chor hat seinen Ursprung bekanntlich als Coro Italiano Injecta, aus der Blütenzeit der gleichnamigen Firma. Inzwischen ist der Zusatz Injecta weggefallen uns es singen auch viele Schweizer/innen und sogar ein Holländer mit. Sprachlich ist der Coro dem Italienischen immer treu geblieben, dabei sind im Repertoire ein paar Tessinerlieder dazugekommen.
«La Montanara» zur Begrüssung
Traditionsgemäss eröffnete der Chor das Konzert mit «La Montanara». Weiter ging es mit bekannten Melodien aus dem sonnigen Süden und mit viel Fröhlichkeit. Die Liebe, gutes Essen und mundiger Wein fanden ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Weltschlager «Marina», «La banda», oder die fliegenden Gedanken aus dem anspruchsvollen «Va pensiero». Ein aufmerksames Publikum verfolgte die Darbietungen mit Hingabe und die jüngsten Zuschauer/innen drängten sich am Bühnenrand; ganz im Sinne des Iialienischen Temperaments und einer ansteckenden südländischen Lebensfreude.
Freude am Geschehen bekundete auch der Spezial-Gast, die Volkstanzgruppe Lindenberg aus Boswil. Mit lüpfiger Musik und fröhlichen Tänzen umrahmten sie die Pause und ernteten dafür einen herzlichen Applaus. Mit diesem musikalischen Stilwechsel bewies der Coros Italiano einmal mehr seine Gastfreundschaft, die sich auch im gemütlichen Miteinander vor und nach der Vorstellung niederschlug.
Die leuchtenden Regionen Italiens
Aus dem Unterhaltungsabend von 1982 erlebte ein grosses Kunstwerk seine Renaissance, das vom Bassgitarristen Rocco Di Cesare wieder in Stand gestellt, bzw. neu beleuchtet wurde. – Italien in seinen drei Wappenfarben und aufgeteilt in verschiedene Regionen. – Das dazu passende musikalische Potpourri mit Liedern aus den angeleuchteten Regionen gefiel dem Publikum ganz besonders.
Nach dem verdienten Applaus bedankte sich der Dirigent/Präsident beim begeisterungsfähigen Publikum und bei allen Mitwirkenden für ihren Einsatz auf der Bühne oder in der Festwirtschaft. Nach zwei Zugaben fiel der Vorhang für den konzertanten Teil des Abends und dahinter richtete sich der Alleinunterhalter «Ighi’s Musik» ein, um bis nach Mitternacht für Jung und Alt zum Tanz und «Grande Ballo» aufzuspielen.



