Tempo 30 – und 16 Mio. Franken Kredite
25.11.2021 GränichenDie Gränicher Einwohnerinnen und Einwohner sagen Ja zu zwei grossen Brocken. Während der stattliche 14-Millionen-Kredit für die Sanierung der Hauptstrasse eine Investition ist, die wohl oder übel getätigt werden muss, finden die neuen Tempo-30-Vorschläge zum ...
Die Gränicher Einwohnerinnen und Einwohner sagen Ja zu zwei grossen Brocken. Während der stattliche 14-Millionen-Kredit für die Sanierung der Hauptstrasse eine Investition ist, die wohl oder übel getätigt werden muss, finden die neuen Tempo-30-Vorschläge zum zweiten Mal Anklang an der Gmeind.
rc. Wie vielerorts, ist auch in Gränichen Tempo 30 ein «heisses Eisen». 2017 sagten in einer sehr gut besuchten Gemeindeversammlung 256 Stimmberechtigte Ja zu einem entsprechenden Verpflichtungskredit, 221 waren dagegen. Durch ein Referendum wurde der Entscheid jedoch gekippt, denn an der Urne sagten 61,1 Prozent Nein zur fächendeckenden Einführung von Tempo 30 und einem Zonenfahrverbot in der Bläien.
Nun unternimmt der Gemeinderat einen neuen Versuch und legte an der aktuellen Gmeind eine angepasste Vorlage zur Abstimmung vor. Diese wurde von Gemeindeammann Peter Stirnemann ausführlich und detailliert präsentiert. Neu soll nur noch im Gebiet östlich der Wyna Tempo 30 gelten. Ebenfalls berücksichtigt wurde der Wunsch, dass Fussgängerstreifen erhalten bleiben, was in Tempo- 30-Zonen unüblich ist. Während der angeregten Diskussion stellten die Befürworter der Temporeduktionen erfolgreich einen Eventualantrag, wonach bei einer Ablehunung des vorliegenden Traktandums separat über Temporeduktionen in besonders vom Schleichverkehr belasteten Strassenzügen abgestimmt werden würde. Soweit kam es jedoch nicht, denn dem gemeinderätlichen Antrag, 62’500 Franken in die Einführung von Tempo 30 östlich der Wyna zu investieren, stimmten 179 der 302 Anwesenden zu. Ebenfalls gutgeheissen wurden 15’000 Franken für Tempo 30 im Gebiet Bläien. Ob es auch diesmal zu einem Referendum kommt, wird sich zeigen.
Grossbaustelle im Jahr 2027
Um ganz andere Beträge ging es bei den drei geplanten Sanierungen. Die Verpflichtungskredite für die Kanalisationssanierungen über 590’000 Franken sowie Strassensanierungen von 630’000 Franken wurden diskussionslos genehmigt. Bezüglich der Sanierung der Ortsdurchfahrt K242 gab es einige Fragen aus dem Kreis der Stimmberechtigten, schliesslich wurde dem Verpflichtungskredit von 14,9 Millionen Franken zugestimmt. «Die Sanierung der Ortsdurchfahrt wird die finanzielle Situation der Gemeinde belasten», hiess es dazu von behördlicher Seite. Aus dem Agglomerationsprogramm (Bundesprogramm) wird ein Subventionsbeitrag von Fr 1,15 Mio. Franken geleistet. Baubeginn ist voraussichtlich erst in fünf Jahren.
Danach erläuterte Gemeinderat André Muhmenthaler das Budget für das Jahr 2022 mit einem Steuerfuss von 111 Prozent. Die Stimmbürger stimmten dem Budget grossmehrheitlich zu. Unter dem Traktandum Verschiedenes fanden die Verabschiedungen des Gemeinderates Peter Hofmann sowie der Mitglieder der Schulpflege statt. Infolge der neuen Führungsstrukturen der Aargauer Volksschule wurden der Präsident Michael Zobrist und die vier Mitglieder Manuela Suter, Salomé Widmer-Nikol, Gerhard Stauder sowie Regina Heller mit einem Geschenk verabschiedet. Den austretenden Mitgliedern aus Kommissionen wurde für ihr Engagement zum Wohle der Gemeinde herzlich gedankt. Im Weiteren wurde zum Neujahrsapéro am 2. Januar 2022 um 17 Uhr auf dem Lindenplatz sowie zum Weihnachtsbaumverkauf des Forstbetriebes Gränichenam Mittwoch, 16. Dezember, Freitag, 18. Dezember und Samstag, 19. Dezember 2021 eingeladen.
Die Versammlung konnte um 22.05 Uhr geschlossen werden. Gemeindeammann Peter Stirnemann wünschte allen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Kurze Ortsbürgergmeind
Von den 761 stimmberechtigten Ortsbürgern haben 56 Personen die Ortsbürgergemeindeversammlung besucht. Diskussionslos wurden Protokoll der letzten Gmeind sowie das Budget 2022 genehmigt. Hans Widmer und Daniel Stirnemann wurden einstimmig für die nächste Amtsperiode als Stimmenzähler der Ortsbürgergemeinde gewählt.

