Viele schöne, bewegte Zeiten

Sa, 08. Okt. 2016
«Wir werden die vielen schönen Momente mit unseren Gästen sicher vermissen»: Marlis Rüssli-Willimann und Peter Willimann verabschieden sich am 10. Oktober als Gastgeber im Reinacher «City». (Bild: msu.)

Nach dem Tod ihrer Eltern Walter und Olga Willimann-Estermann übernahmen 1982 Marlis und Peter Willimann den Betrieb des Café City m Handelshof. Am 10. Oktober 2016, nach insgesamt 61 Jahren, geht nun diese Epoche zu Ende. Die Wiedereröffnung findet voraussichtlich im Januar 2017 statt.

 

«City»: Im Oberwynental nicht nur ein Name, sondern ein Begriff. Das gleichnamige Tea-Room im Herzen von Reinach (erst ab 1991 durfte hier Alkohol ausgeschenkt werden) war über Generationen ein ebenso beliebter wie gefragter Treffpunkt junger, jüngerer und auch älterer Gäste. Der Name «City» sorgte in den fünfziger Jahren für einen städtischen Touch auf dem Lande. «Anfänglich getrauten sich viele Einheimische nicht, dieses Lokal zu betreten», erinnert sich die langjährige Wirtin Marlis Rüssli-Willimann amüsiert. Der Grund war einleuchtend: Der Name «City» stand damals stellvertretend für vornehm,mondän, urban – städtisch eben.So gesehen nicht unbedingt verwunderlich, dass die Mehrheit der Zigarren- undAluminiumarbeiter anfänglich gewisse Schwellenängste zu überwinden hatten.

 

«Am späteren Abend
ist das Dorfleben in
Reinach praktisch tot.»

(Marlis Rüssli-Willimann)

 

Erstklassige Patisserie…

Doch die Berührungsängste gegenüber dem neuen Lokal legten sich schon bald. Spätestens, nachdem sich herumgesprochen hatte, dass der Chef ein begnadeter Pâtissier ist, fanden immer mehr Gäste den Weg ins «City». Walter Willimann war als ehemaliger Chef-Pâtissier in grossen Häusern (Gstaad, St. Moritz, Luzern) bekannt für seine hervorragenden Süssspeisen und Dessertkreationen, die natürlich auch in Reinach auf grossen Zuspruch stiessen. Tochter Marlis und Sohn Peter wurden schon in jungen Jahren in die Produktion eingespannt und mussten im elterlichen Betrieb tatkräftig mithelfen.Vor Weihnachten wurden in nächtelanger Handarbeit Pralinen geformt, Truffes gerollt, Konfekt hergestellt oder aber drei- bis sechsstöckige Hochzeitstorten kreiert. Zum exklusiven Kundenkreis gehörten zu jener Zeit nicht nur die eigenen Gäste, sondern auch renommierte Hotels in der engeren und weiteren Region – unter anderem auch das Kurhotel Brestenberg in Seengen.

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