Eine echte Auswahl – das gibt es selten

Di, 05. Jun. 2018

Gemeinderatswahlen im Oberwynental haben es in sich. Menziken machte es vor einem halben Jahr vor, wie man der Bevölkerung bei der Wahl des Gemeindeammanns eine echte Auswahl anbieten kann. Nun ist Reinach an der Reihe, wo sich drei Kandidaten um den frei werdenden Gemeinderats-Sitz von Thomas Brem für die restliche Amtsperiode bis 2021 bemühen. Brem tritt aus beruflichen Gründen zurück. Bei der Neubesetzung eine echte Auswahl zu haben ist selten und deshalb gibt das Wynentaler Blatt allen drei Kandidaten Gelegenheit, um sich und ihre Positionen zu präsentieren.


JULIUS GIGER, PARTEILOS

Julius Giger, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor

Julius Giger: «Ich bin 53 Jahre alt, Lokführer bei der SBB, verheiratet, wohne seit 26 Jahren mit meiner Frau und unseren beiden Söhnen in Reinach.»

Was hat den Ausschlag gegeben, dass Sie für den freigewordenen Sitz im Gemeinderat kandidieren?

Julius Giger: «Den Ausschlag gegeben hat mein persönliches Interesse an der Arbeit in der Gemeinde.»

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die Sie als Gemeinderat einbringen könnten?

Julius Giger: «Wie bei allen Kandidaten welche sich für ein Amt wie das eines Gemeinderates zur Verfügung stellen, braucht es Einsatz, Teamfähigkeit und gesunden Menschenverstand.»

Worin sehen Sie die Stärken der Gemeinde Reinach?

Julius Giger: «Die Stärke meiner Wohngemeinde sehe ich darin, im richtigen Moment das Richtige zu tun.»

Wenn Sie ein Gesetz oder eine Regel sofort ändern könnten, was wäre das?

Julius Giger: «Ich würde das Fussgängervortrittsrecht aufheben, weil es immer wieder zu gefährlichen Situationen für Fussgänger und Verkehrsteilnehmer kommt.»


THOMAS FLÜHMANN, SVP

Thomas Flühmann, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor

Thomas Flühmann: «Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ich bin in Reinach geboren, habe hier die Schule besucht und war mit einer Ausnahme von zirka 5 Jahren immer in Reinach wohnhaft. Gelernt habe ich Maschinenmechaniker, habe eine Zusatzausbildung an der HVL Luzern absolviert und arbeite momentan in einer grösseren Unternehmung in der Qualitätssicherung. Zu meinen Hobbys gehören Familie, Diskutieren und Schiessen. Ich bin seit fast 40 Jahren Mitglied der Schützengesellschaft Reinach und davon 27 Jahre im Vorstand. Weiter bin ich in der Schützengesellschaft Zetzwil als Vizepräsident und Sekretär aktiv. Momentan bin ich noch als Mitglied der Finanzkommission von Reinach tätig.»

Was hat den Ausschlag gegeben, dass Sie für den freigewordenen Sitz im Gemeinderat kandidieren?

Thomas Flühmann: «Als Reinacher Bürger liegen mir einerseits das Wohl der Bevölkerung wie auch das der Gemeinde sehr am Herzen. Die Bevölkerung soll sich hier wohl und sicher fühlen. Reinach muss finanziell gesund, und der Standort soll attraktiv bleiben.»

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die Sie als Gemeinderat einbringen könnten?

Thomas Flühmann: «Als Mitglied der Finanzkommission habe ich Einsicht in die Rechnung und Geschäfte erhalten und andererseits gesehen, wie die Gemeinde Reinach funktioniert. Ich bin lösungsorientiert, zielstrebig und gradlinig und möchte in der Gemeindepolitik mithelfen, damit die nächste Generation auch ein gesundes, starkes und lebenswertes Reinach hat.»

Worin sehen Sie die Stärken der Gemeinde Reinach?

Thomas Flühmann: «Unter dem Motto «Reinach handelt» wurde vor Jahren ein Projekt erarbeitet, welches das Ziel hat, das Zusammenleben in Reinach und Umgebung lebenswert zu gestalten. Dieses Projekt muss weiter vorangetrieben werden.»

Wenn Sie ein Gesetz oder eine Regel sofort ändern könnten, was wäre das?

Thomas Flühmann: «… ein «unüberlegter Schnellschuss». Die Auswirkungen und Konsequenzen einer solchen Aktion könnten fatal sein. Zudem sind Schnellschüsse keine nachhaltigen Lösungen.»


ETIENNE PFRANGER, GRÜNE

Etienne Pfranger, bitte stellen Sie sich unseren Lesern kurz vor

Etienne Pfranger: «Ich bin 33 Jahre alt, Oberstufenlehrperson am Centralschulhaus in Reinach, wo ich momentan die S1b unterrichten darf. Ich habe im Aargau die Volksschule durchlebt und später an der Kantonsschule Baden die Wirtschaftsmittelschule und die Kanti abgeschlossen. Ich bin ledig und habe keine Kinder. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten in den Schweizer Bergen beim Schneeschuhwandern, beim Trekking oder ich stecke meine Nase in ein gutes Buch.»

Was hat den Ausschlag gegeben, dass Sie für den freigewordenen Sitz im Gemeinderat kandidieren?

Etienne Pfranger: «Ich habe mir Reinach ausgewählt, um hier meine Wurzeln zu schlagen und bin stolz, ein Teil dieses Ortes zu sein und einer der Menschen, die hier leben. Daher möchte ich einen Beitrag für meine Heimatgemeinde leisten, in der ich leben und arbeiten darf.»

Wo sehen Sie Ihre Stärken, die Sie als Gemeinderat einbringen könnten?

Etienne Pfranger: «Mein Fachwissen im Schulressort ist mir sicher eine Hilfe, aber auch meine offene, direkte und sachliche Art. Durch meine Arbeit habe ich viel Geduld gelernt, konnte aber auch wichtige Führungskompetenzen erlangen. Mir liegt es, einen gesunden Konsens zu finden, dies ist in der Zusammenarbeit mit den Kommissionen zentral.»

Worin sehen Sie die Stärken der Gemeinde Reinach?

Etienne Pfranger: «Etwas, das ich bewundere, ist die gute Zusammenarbeit des Reinacher Gewerbes untereinander und mit unserem Schulstandort. Gleichzeitig erlebe ich tagtäglich, wie freundlich und umgänglich die Menschen von Reinach sind. Die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und dass Reinach früh gelernt hat mit Migration umzugehen gefällt mir. Im Schul- und Gemeindewesen haben wir daher gesunde und natürlich gewachsene Strukturen, um diese Menschen zu unterstützen und ihnen ein Gefühl von Heimat zu geben.»

Wenn Sie ein Gesetz oder eine Regel sofort ändern könnten, was wäre das?

Etienne Pfranger: «Dies kommt auf die Ebene an, auf der ich dies tun darf. Auf Bundesebene würde ich die Strafhöhe von Steuer- und Sozialhilfebetrug koppeln. Auf kantonaler Ebene würde ich ein Gesetz zur Vernehmlassung bringen, welches zum Zwecke hätte, alle bürokratischen Hürden zu prüfen, mit dem Ziel, redundante Regulierungen zu eliminieren. In der Gemeinde Reinach würde ich sofort Tempo 30 in der Nähe sämtlicher Schulstandorte einführen, um die Sicherheit der Jugendlichen zu gewährleisten und die Lärm-Emissionen zu verringern»

 

 

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Keine flächendeckende Tempo-30-Zone in Reinach. War das gemeinderätliche Vorgehen im Giesskannenprinzip übereilt? War es eine Entscheidung nach gezielter Mobilisierung? Wie geht es jetzt weiter? Nachgefragt bei Gemeinderat Ruedi Lanz.