(Mitg.) Alle drei Minuten wird in der Schweiz ein Müllwagen voller Lebensmittel verschwendet (Quelle WWF). Für die Herstellung all dieser weggeworfenen Lebensmittel wird eine Anbaufläche zwei Mal so gross wie der Kanton Zürich nutzlos verbraucht. Viele Lebensmittel kommen gar ...
(Mitg.) Alle drei Minuten wird in der Schweiz ein Müllwagen voller Lebensmittel verschwendet (Quelle WWF). Für die Herstellung all dieser weggeworfenen Lebensmittel wird eine Anbaufläche zwei Mal so gross wie der Kanton Zürich nutzlos verbraucht. Viele Lebensmittel kommen gar nicht in der Verkauf, weil wir, meiner Meinung nach, absurde Normen haben: – Ein zu grosser Kopfsalat wird weggeworfen, damit das einheitliche Bild im Laden nicht gestört wird. – Gurken müssen gerade sein, krumme landen im Abfall. – Normen für Äpfel füllen 19 Seiten (!), geregelt wird bei jeder Sorte wie viel rot oder gelb schattiert in den Farben ein Apfel sein darf, wie rund oder gross er sein darf. – Rüebli müssen auch ein bestimmtes Rot haben und gerade sein. Krumme kleine landen im Abfall. – Für praktisch alle Früchte und Gemüse gibt es Normen. Das ist für mich dermassen absurd im Angesicht des Hungers in der Welt.
Für mich ist die Sensibilisierung des Themas wichtig. Wir als Konsumenten können viel dazu beitragen, indem wir bewusster einkaufen und saisonaler.Wir müssen auf nichts verzichten aber wir können uns fragen, braucht es im Februar Erdbeeren aus Spanien, welche viel Wasser und Wärme brauchen? Müssen wir jetzt Trauben aus Indien kaufen, Blaubeeren aus Chile, Tomaten aus Angola, Spargeln aus Mexiko, Bohnen aus Afrika, Frühkartoffeln aus Ägypten? Viel Wasser, Energie und Dünger werden verbraucht, bis wir all diese Lebensmittel bei uns haben. Mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel, vor allem für Fleisch, das wünsche ich mir und das kostet nichts.
Rosmarie Hochuli, Oberkulm