«Wer die ‘Ehe für alle’ ablehnt, ist homophob» oder «eine Ablehnung der Vorlage ist nicht mit christlicher Nächstenliebe vereinbar».
Diese vielgestreuten Aussagen erachte ich als äusserst problematisch. Denn die (simplifizierende) Unterstellung, dass wer die «Ehe für alle» ablehnt, Homosexuelle diskriminieren will, ist a) falsch und b) aus demokratischen Gründen bedenklich.
Mehr als nur eine Frage gleicher Rechte
Falsch ist sie in erster Linie, weil sie mit gleichen Rechten argumentiert, dabei aber Gleichsetzung fordert. Gleiche Rechte für homosexuelle Paare könnten auch mit einem Ausbau der eingetragenen Partnerschaft erreicht werden, die Ausweitung des Ehebegriffs auf gleichgeschlechtliche Paare wäre dazu nicht zwingend notwendig. Entsprechend stellt sich nicht bloss die Frage, ob die…