Die Kantonsschule Beromünster war einen ganzen Tag lang in der Badi Menziken zu Gast. Rund 280 Schülerinnen und Schüler nahmen am Sporttag teil. Das Wetter spielte mit und auch dank der hervorragenden Infrastruktur der Badi Menziken ging der Anlass glatt über die Bühne.
rc. Beim Hintereingang zur Badi richteten Lehrpersonen die Wechselzone für den Triathlon ein. Schnell entpuppte sich das Zelt als Anlaufstelle für allerlei Fragen. «Wann bin ich dran?» «Wie lange können wir baden gehen?». Neben dem Triathlon, der aus den Disziplinen Laufen, Velo und Schwimmen bestand und einzeln oder auch zu dritt bewältigt werden konnte, gab es auch die Möglichkeit Tennis, Fussball, Beach-Volleyball und einige andere Sportarten zu spielen «Es haben nicht alle Kinder alle Disziplinen gewählt, man konnte sich vor dem Sporttag in eine Liste eintragen», erklärte Ivo Bisegger, einer der Organisatoren. Beach-Volleyball sei dabei besonders gut angekommen», fügte er an. Gut 30 Lehrerinnen und Lehrer halfen am Sporttag mit. «Einfach die, die sonst auch Schule gehabt hätten», lachte Sibylle Vaes, die gerade ein paar radfahrende Schüler in die richtige Bahn lotste. Im Verlauf des Tages starteten mehrere Gruppen zum Schwimmen, einige nahmen am Fussballturnier statt, wobei all diese Sportarten auf dem Gelände der Badi durchgeführt werden konnten. Nur die knapp 4 Kilometer lange Rennstrecke und die 9,34 Kilometer lange Velo-Etappe führten durch die nähere Umgebung. Zwar gab es bei den Turnieren und auch bei den Rennen Sieger und Verlierer, doch im Vordergrund standen die Bewegung und der Spass, wie alle gefragten Lehrpersonen festhielten. Unter den Teilnehmenden war übrigens auch der zweifache Ironman-Sieger Christoph Mauch auszumachen – auch er gehört der Möischterer Lehrerschaft als Mathematik-Lehrer an, versetzte sich aber für einmal in die Rolle der Schüler.
Der neue Betriebsleiter der Badi Menziken hat alles im Griff
Zwischenfälle gab es trotz der grossen Hitze keine, die Abkühlung in der Badi wartete ja in unmittelbarer Nähe. Dass der Sporttag der Kanti Beromünster regelmässig in Menziken stattfindet, ist kein Zufall. «Wir sind schon ein paar Mal hier gewesen», erzählt Lehrerin Sibylle Vaes. «Das nachbarschaftliche Verhältnis über die Kantonsgrenze hinaus zu den Menzikern ist hervorragend und wir treffen hier eine ideale Infrastruktur an».
Den damit gemeinten Gemeinderat Hans-Heiri Leuzinger treffen wir im Gespräch mit dem neuen Betriebsleiter Jelle Boss an. Leuzinger sagt, dass er sich über den Besuch der Nachbarn sehr freut. «Wir schauen darauf, dass in der Badi immer alles rund läuft und alles funktioniert, da ist es natürlich besonders schön, wenn die Infrastruktur auch rege benützt wird». Betriebsleiter Jelle Boss fügt dem an, dass am vergangenen Sonntag gegen 2000 Badi-Besucher gezählt wurden, das sei eine stolze Zahl. Der Melchnauer ist seit Anfang Mai im Dienst der Badi Menziken und hat sich schon sehr gut eingelebt in «seiner» Badi. «Ich war zuvor Badmeister und Leiter Technik in verschiedenen Badeanstalten und bringe einiges an Erfahrung mit.» Doch wo es viele Menschen hat, gebe es manchmal auch Probleme: «Es sind zwar zwei Bademeister anwesend, wir sind aber keine Babysitter», unterstreicht Boss. «Wir beobachten oft, dass Eltern lieber aufs Handy starren, statt auf ihre Kinder aufzupassen.» Leuzinger fügt dem an, auch Littering sei zunehmend ein Problem. «Immer mehr wird Abfall einfach liegengelassen, oder auch die Situation auf dem Parkplatz, wo manchmal kreuz und quer Autos abgestellt werden ist haarsträubend. Da sollte man doch etwas mehr Anstand und Eigenverantwortung erwarten dürfen», meint Leuzinger.
Immer wieder etwas Neues
Genug des Ärgers. Aus der Badi Menziken gibt es nämlich vor allem Gutes zu berichten. Jüngst wurden 14 Liegen angeschafft, die auf der Erhöhung neben dem Schwimmbecken gratis benützt werden dürfen. Jelle Boss hat noch weitere Ideen, die er gerne umsetzen würde: «Wir brauchen noch ein paar Schattenplätze unter neuen Bäumen oder einer Pergola», lässt er sich in die Karten blicken. Zuerst aber wird der Bau des Pump-Tracks in Angriff genommen, der neben dem Tennis-Platz zu liegen kommt.
Und da war ja noch der Sporttag, der sich am späteren Nachmittag dem Ende zuneigte. Die Jugendlichen machten einen müden, aber zufriedenen Eindruck. Bei diesem schönen Wetter waren wohl die meisten von ihnen froh, den Tag in der schönen Badi Menziken verbringen zu können, statt in einem Schulzimmer.





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