Im Rahmen einer Pressekonferenz Ende 2022 kommunizierte der Vorstand des Vereins Theater & Atelierkino Reinach, dass der Kinobetrieb vorübergehend ausgesetzt wird. «Vorübergehend» stand in diesem Zusammenhang für «Aufgeben ist keine Option». Mit ...
Im Rahmen einer Pressekonferenz Ende 2022 kommunizierte der Vorstand des Vereins Theater & Atelierkino Reinach, dass der Kinobetrieb vorübergehend ausgesetzt wird. «Vorübergehend» stand in diesem Zusammenhang für «Aufgeben ist keine Option». Mit Nadia Wagner am Start rückt das Ziel Wiedereröffnung näher.
grh. «Wir haben einiges recherchiert», sind sich Betriebsleiter Clo Bisaz und Projektkoordinatorin Nadia Wagner einig. «Aber die Idee des Kinoklubs hat uns überzeugt.» Das Konzept basiert auf Freiwilligenarbeit. «Das heisst, jede Person, die etwas fürs Atelierkino tun will, kann sich bei uns melden. Alter, Beruf oder schulische Gegebenheiten spielen keine Rolle.» In diesem Miteinander gruppiere man dann nach persönlichen Interessen und zeitlichen Möglichkeiten.
«Ein Gegenstand für die Freiwilligen wird sicher die Programmplanung sein», sagt Nadia Wagner. «Und das auf sehr kreative Weise.» Themenwochen, die Verbindung von Film mit anderen Kunstformen oder Diskussionsrunden stünden zur Debatte. «Ausserdem würden wir uns über Marketingfans freuen. Menschen, denen es Spass macht, andere mit ihrer Begeisterung anzustecken.» Dann sei da natürlich die klassische Rolle des Operateurs beziehungsweise der Operatrice. «Die Bandbreite der Aufgaben ist wunderbar vielfältig. Und wer sich freiwillig engagiert, bringt Energie mit. Davon kann man nie genug haben.»
Neues Leben für die Tradition
Mit dem Konzept «Kinoklub» können die Kosten für den Betrieb des Atelierkinos entscheidend gesenkt werden. «Für uns eine Chance, die Tradition des Lichtspielhauses, was das hier», Clo Bisaz deutet mit den Händen auf den Raum, «ursprünglich war, weiterzuführen.» In Nadia Wagner hat er die perfekte Unterstützung. Sie hat unter anderem an der Organisation des Mutterschiffs mitgewirkt und dabei Erfahrungen in Sachen Kulturarbeit gesammelt. Hinzu kommen Kenntnisse der Wirtschaft aus ihrer früheren Tätigkeit in der Versicherungsbranche.
«Wir werden Interessierte, die sich bei uns melden kontinuierlich informieren und vernetzen», erklärt Nadia Wagner. «Vernetzen» sei überhaupt das Stichwort. «Jeder Freiwillige hat Freunde, Familie, Bekannte, die vielleicht zum künftigen Publikum werden. Jede Begegnung bringt uns weiter.» Den klassischen Tagesbetrieb wird es kaum je wieder geben. Aber der Startschuss für neue Kinoerlebnisse soll im Oktober fallen. Nadia Wagner formuliert mit einem Lächeln: «Wir heissen die Menschen willkommen und freuen uns über jeden, der dabei sein wird.»
Über diesen Link gibt es die Informationen zum Projekt und die Möglichkeit, sich anzumelden: https://tab.ch/ atelierkino/kinobegeisterte-gesucht/