Regierungsrat hat entschieden - Hier soll das neue Depot für die WSB hinkommen

Fr, 30. Jan. 2026

Nachdem die WSB-Werkhallen nicht in der Schöftler Hegmatte gebaut werden können, musste sich die Bahn auf die Suche nach einem neuen Standort machen. Jetzt hat der Regierungsrat zwei Vorschläge veröffentlicht: Schöftland bleibt im Rennen, Reinach AG kommt als Alternative dazu.

Acht Jahre lang wollten der Kanton Aargau, die Aargau Verkehr AG (AVA) zusammen mit der Gemeinde Schöftland auf der Hegmatte das Depot und die Werkhalle für die Wynental- und Suhrental Bahn (WSB) erstellen. Die Hegmatte wurde 2016 aus einer Liste von 18 möglichen Standorten erkoren. Der Plan scheiterte jedoch am Widerstand der "IG Hegmatte", die einen grossen Bevölkerungsteil hinter sich wusste. Ihr gelang es, den Acker mit einer Landschaftsschutzzone zu überlagern, die eine Bebauung verunmöglicht.

Also ging es im Frühjahr 2024 zurück auf Feld 1, und die 17 zuvor verworfenen Standorte wurden wieder zum Thema, etwa das Injekta-Areal in Teufenthal, oder das Gelände rund um den Bahnhof Suhr. Schöftland blieb Favorit: Der Regierungsrat schrieb schon vor zwei Jahren, er wolle sich auf das Mühleareal konzentrieren, obschon vonseiten der Planer das Areal immer als zu klein eingestuft wurde. Dazu sollte ein zweiter möglicher Standort als Alternative ernannt werden.

Nach zwei Jahren der Evaluierung durch AVA und Bund, ist die Katze nun nach einem mehrstufigen Prozess aus dem Sack: Es soll aber nicht das Mühleareal sein in Schöftland, sondern das Gebiet "Uf em Feld" an der Gemeindegrenze zu Hirschthal, auf dem die Werkstätten mit Depo der WSB zu stehen kommen. Das ist die Wiese gegenüber der Einfahrt zum Cinema 8. Dazu kommt als Alternative die "Eien" in Reinach. Diese befindet sich am Dorfeingang, in unmittelbarer Nähe zu Aldi, Lidl und Recyclingparadies. 

Der Regierungsrat hat nun die Aufnahme der beiden Standorte als Vororientierung in den Richtplan beschlossen. Er schreibt dazu in seinem Bulletin: "Die Gemeinderäte von Schöftland und von Reinach sowie die betroffenen Planungsverbände unterstützen diese Festlegungen mit Bedingungen an die nachgelagerten Verfahren. Mit dem Richtplaneintrag können die betroffenen Interessen frühzeitig erkannt und abgestimmt werden." Weitere Details wurden nicht bekannt gegeben, für eine mögliche spätere Festsetzung eines Standorts im Richtplan sind vertiefende Planungsarbeiten und die entsprechenden Verfahren nötig.

Die Zeit drängt langsam: Bis 2035 will die WSB auf dem ganzen Streckennetz der S14 mit 120 Meter langen Zügen verkehren. Dafür müssen einerseits die Perrons an den Haltestellen verlängert werden und es braucht grössere Werkhallen. Heute sind die Züge maximal 80 Meter lang, weil noch nicht alle Haltestellen umgebaut sind.

Remo Conoci

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