Die Musikgesellschaft ist gerne unterwegs – vom 16. Jahrhundert in die 1960 vorbei an Mozart und dem Swing. «Die Reise hat noch mehr Stationen», verspricht Dirigent Dieter Siegrist. Er gibt Einblick in die Vorbereitungen zu den «Zeitreise»-Konzerten am 22. und ...
Die Musikgesellschaft ist gerne unterwegs – vom 16. Jahrhundert in die 1960 vorbei an Mozart und dem Swing. «Die Reise hat noch mehr Stationen», verspricht Dirigent Dieter Siegrist. Er gibt Einblick in die Vorbereitungen zu den «Zeitreise»-Konzerten am 22. und 23. März.
Dieter Siegrist, war es schwierig nach den erfolgreichen Disney-Konzerten im vergangenen Jahr ein neues Motto zu finden?
Dieter Siegrist: «Nein bei uns in der Kommission kann sich jeder einbringen. Wir sammeln die Ideen, besprechen sie und haben ziemlich schnell festgestellt, das Motto «Zeitreise» passt zu uns. Es beinhaltet viele Möglichkeiten.
Zum Beispiel?
Dieter Siegrist: Im Alltag werden eher weniger Menschen sich aktiv Musik aus dem 15. oder 16. Jahrhundert anhören. Aber im Rahmen eines Konzertes geschieht ein solcher Input völlig unverkrampft und macht Spass.
Also eine Zeitreise mit neuen Erfahrungen – gilt das auch für die Musikerinnen und Musiker?
Dieter Siegrist: Absolut. Wir haben Stücke im Programm, die man nicht mit einer Brassband assoziieren würde – Chuck Berrys «Jonny B. Goode» ist nur ein Beispiel. Das braucht einiges an Übung, bis ein Musiker sich mit seinem Instrument in diesen Rhythmus eingefunden hat.Aber erst wenn er das Stück selbst fühlen kann, gelingt es auch beim Publikum Emotionen zu wecken. Das ist unser Ziel.Wir wollen Zuhörerinnen und Zuhörer abholen. Wir wollen, dass sie gerührt, inspiriert, zufrieden und glücklich nach Hause gehen.
Das klingt sehr gut – und worauf dürfen sich die Augen freuen?
(Dieter Siegrist lacht, bevor er antwortet): Ich schneide fleissig Videos. Schliesslich sind viele Epochen bildgeprägt. Beispielsweise erinnert sich meine Generation bei «Somethin’ Stupid» an Frank und Nancy Sinatra. Den heute 40Jährigen ist das Lied eher in der Version von Robbie Williams und Nicole Kidman bekannt. Solche Parallelen und vieles mehr finden Platz auf der Leinwand.
Und wer sollte im Publikum sitzen?
Dieter Siegrist: Wie wäre es mit – von Grosseltern bis Urenkel? Wir würden uns freuen.
Mehr Infos auf: www.mgboniswil.ch