Anstossen auf die Gemeinschaft, auf das Miteinander
08.08.2024 Wynental, UnterkulmEin schönes Zeichen des Miteinanders setzten die rund 300 Anwesenden der gemeinsamen Bundesfeier von Teufenthal und Unterkulm. Sichtlich wohl fühlte sich in dieser Gemeinschaft auch Nationalrätin Maja Riniker, welche sich für eindrückliche Worte verantwortlich ...
Ein schönes Zeichen des Miteinanders setzten die rund 300 Anwesenden der gemeinsamen Bundesfeier von Teufenthal und Unterkulm. Sichtlich wohl fühlte sich in dieser Gemeinschaft auch Nationalrätin Maja Riniker, welche sich für eindrückliche Worte verantwortlich zeigte. Für die musikalische Umrahmung war die Musikgesellschaft Teufenthal-Unterkulm unter neuer Leitung von Yaroslav Kutsan besorgt.
hg. «Lassen Sie uns gemeinsam feiern und unsere nachbarschaftliche Beziehung noch weiter stärken», mit diesen Worten haben die Gemeinderäte von Teufenthal und Unterkulm zur gemeinsamen Bundesfeier ins Festzelt auf dem Badiareal eingeladen. Gefolgt sind dieser Einladung rund 300 Personen aus den beiden Dörfern und sie alle haben damit ein schönes Zeichen des Miteinanders gesetzt. Oder wie es Unterkulms Gemeinderat Charlie Peter anmerkte: «Als Gemeinschaft sind wir in besonders guter Gesellschaft».
In dieser Gemeinschaft fühlte sich auch die Festrednerin, Nationalrätin Maja Riniker, sichtlich wohl.
Dem Zusammenhalt Sorge tragen
«Weggehen ist wichtig, wieder heimkommen umso schöner», mit diesen Worten begrüsste Maja Riniker die Anwesenden. Man komme mit neuen Eindrücken retour, schaue die Besonderheiten, Schönheiten und die Vorzüge unseres Landes wieder ganz anders an. Tief dankbar sei sie, dass sie hier habe aufwachsen dürfen. «Es ist nämlich nicht selbstverständlich, dass man in einem so vielseitigen und sicheren Land leben darf», hielt die Nationalrätin fest. In ihrem Amt als Vizepräsidentin des Nationalrats habe sie das Glück, Beziehungen zu Parlamenten anderer Länder pflegen zu können. Dabei erlebe sie so allerlei und Maja Riniker liess ihre Zuhörerschaft an einigen Anekdoten und bleibenden Erlebnissen teilhaben.
«Die Solidarität und der soziale Ausgleich ist etwas, was unser Land schon immer zusammengekittet hat.» Dass genau dieser Kitt zwischen den sozialen Schichten, den verschiedenen Sprachregionen und Kulturen, zwischen Stadt- und Landregionen, zwischen den finanzstärkeren und den finanzschwächeren Gemeinden und Kantonen immer wieder getestet werde, sei normal. «Aber dieser Kitt hält unser Land zusammen, weil wir auch eine Vielfalt zulassen», so die Nationalrätin. «Und darum sind in unserem Land Solidarität, Respekt und ein Verständnis für den anderen vorhanden.»
Schaue man über die Landesgrenzen hinaus, sehe man schnell, dass dieser Kitt vielerorts bröckle.Vieles sei für uns zwar eine Selbstverständlichkeit, jedoch auch eine fragile Errungenschaft. «Darum trage ich unserem Land Sorge und sehe dies auch als meine Aufgabe als Politikerin», versprach Maja Riniker.
Es braucht alle zusammen
Damit eine Vielfalt und ein Zusammenhalt funktionieren können, brauche es einen jeden einzelnen. So verdankte Maja Riniker das Engagement der Gemeinderäte der beiden Gemeinden und appellierte an die Anwesenden, Verantwortung zu übernehmen, mitzutragen. «Die Gemeinderäte sorgen sich um euer Unterkulm und Teufenthal und brauchen Sie alle, um die Gemeinden weiterzuentwickeln. Gehen Sie an die Gemeindeversammlung, hören Sie zu, stellen Sie Anträge, debattieren Sie, fragen Sie nach, stimmen Sie ab, freuen Sie sich über Entscheide, respektieren Sie andere Meinungen – und stossen Sie nachher alle gemeinsam an», lud Maja Riniker ein. «Sie alle zusammen machen die Schweiz zu dem, was wir heute haben.»
Und so hiess es nach den eindrücklichen Worten und dem gemeinsamen Anstimmen der Nationalhymne die Gläser heben, auf den Geburtstag der Schweiz, auf die Gemeinschaft und diesen gelungenen Anlass. Einer, der auf eine Wiederholung hoffen lässt, wie es Unterkulms Gemeindeammann Emil Huber anmerkte.


