Aller guten Dinge sind drei – das gilt in Böju auch fürs Recycling von Papier. Denn dreimal im Jahren tragen die Seckuropfer Bündeli zusammen, die ihre Mitbürger auf die Trottoirs gestellt haben. Ein Besuch vor Ort.
grh. «Wir nutzen die Erfahrungen von der Premiere letzten Dezember», sagt Seckuropfer-Präsidentin Brigitte Müller und stellt zwei Trageboxen neben das Auto auf den Boden. Es ist kurz vor acht Uhr morgens, gegen einen Kaffee hat man da nichts einzuwenden. Ganz nebenbei kleiden sich die Vereinsmitglieder in Leuchtwesten. Die Abschnitte der Strassenkarten werden verteilt. Jeder schnappt sich ein Znüni-Säckli – es kann losgehen.
Die Töffli sind an diesem Samstag zu Hause geblieben. Brigitte Müller schmunzelt: «Ausnahmsweise reichen die Töffli nicht. Wir haben uns heute für Kleinlaster mit Ladefläche entschieden, das ist etwas speditiver.» Mehr als vier Tonnen Papier hatte die Gruppe vergangenen Herbst bis zum Mittagessen gesammelt.Wir sind schon gespannt, wie viel es heute wird.»
Gibt es Herausforderungen bei der Aktion? Gleich mehrere Seckuropfer prusten los: «Naja, wenn man das Papier zu früh rausstellt, kann ein Hund das schon mal mit einer Toilette verwechseln.» Darauf möchte man jedoch lieber verzichten. Aber meist finde man gut geschnürte Bündel vor. «Die Leute schätzen, dass wir das Papiersammeln im Dorf übernommen haben. Gerade diejenigen, die kein Auto haben, um zum Entsorgungshof zu fahren.» Da sei es auch kein Problem, wenn man mal auf einem privaten Parkplatz wenden müsse. «Da sind die Menschen durchaus tolerant.» Mittlerweile haben sich die Ladeflächen schon ordentlich gefüllt. Kurz nach 12 Uhr haben die Seckuropfer alle Strassen abgefahren. Der erholsame Teil des Wochenendes kann beginnen.
Anmerkung: Bei dieser Sammlung sind mehr als 4.5 Tonnen zusammengekommen.
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