Tatsache
Am Samstag, 24. Mai, findet in der Schweiz bereits zum sechsten Mal der «Tag der guten Tat» statt. Unter dem diesjährigen Motto «Gemeinsam Gutes tun», geht es darum, mit vielen kleinen und grossen freiwilligen Taten Grosses zu bewirken. Zum Glück habe sogar ich als bekennendes Migroskind von dieser Aktion erfahren, denn den Tag der guten Tat mit allem Drum und Dran hat sich Coop «geschnappt». Aber damit kann ich in diesem Fall leben, denn die Idee gefällt mir.
Auf der Aktionsseite finden sich viele Ideen, wie Menschen wie Sie und ich gute Taten vollbringen können. Angefangen mit dem Lebensmittelpaket, das im Laden oder im Online-Shop bezahlt werden kann und von Coop an armutsbetroffene Menschen verteilt wird. Ebenfalls auf der Aktionsseite führen Links auf Plattformen wie Benevol oder Swiss Volunteers, die sich für Freiwilligenarbeit engagieren und Anregungen geben, wo und wie Sie Ihre Freizeit sinnstiftend investieren können.
Inspiriert von all diesen Tipps hab ich mir überlegt, wann ich zuletzt eine gute Tat vollbracht habe. War es das Trinkgeld, das ich zusammen mit einem grossen Kompliment für den sehr aufmerksamen Service bei einem Nachtessen gespendet habe? Oder war es vor nicht allzu langer Zeit, als ich einen am Strassenrand rennenden jungen Mann mitfahren liess, damit er dem Platzregen entkommen konnte? Ich kann mich nicht genau erinnern, aber genau so sollte es ja auch sein. Unsere guten Taten müssen wir nicht an die grosse Glocke hängen, und auch kleine Gesten können beim Empfänger grosse Wirkung zeigen. Die richtig guten Taten sollten für den Spender fast selbstverständlich sein.
So nehme ich mir vor, bis Samstag jemandem ein ehrliches Kompliment zu machen und am Samstag einige Dinge, die ich nicht mehr brauche, in die Brocki zu bringen. Wenn ich nächstes Mal Abfall am Boden liegen sehe, werde ich diesen in den nächsten Abfalleimer werfen. Und ich werde weiterhin versuchen, täglich jemanden zum Lachen zu bringen. Einer meiner Lieblings-Kinderwitze passt zum Thema. Treffen sich zwei Pfadfinder: «Heute habe ich einer alten Frau über die Strasse geholfen.» «Wow, alleine?» «Nein, wir waren zu dritt. Sie hat sich so gewehrt.» Roland Marti
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