Am Wochenende fand der Turnerabend in Leutwil statt. Auch für dieses Jahr liessen sich die Turnerinnen und Turner etwas Besonderes einfallen und flogen wortwörtlich über die Köpfe des Publikums.
Der LPU Airport ist ein Flughafen, der weltweit seinesgleichen sucht. Wo sonst fliegen Menschen über den Köpfen der Anwesenden und müssen die Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Plätze evakuieren, damit diese Kunststücke problemlos durchgeführt werden können? Die Leutwiler Turnerinnen und Turner zeigten an ihren turnAIRabenden, dass sie die Fliegerei in all ihren Formen beherrschen.
Den Auftakt machte gleich eine besondere Zusammensetzung von Turnerinnen: Die Generationen-Geräte-Kombi eröffnete den Anlass mit einer Stufenbarren-Nummer, die sofort alle in ihren Bann zog. «Zwischen der jüngsten und der ältesten Turnerin besteht ein Altersunterschied von etwa 50 Jahren», erklärte der Präsident Adrian Baumann. So demonstrierte Leutwil gleich von Beginn an, dass Fliegen für alle ist, egal welchen Jahrgang man hat.
Auch die weiteren Nummern begeisterten die Zuschauerinnen und Zuschauer, denn egal ob Tanz oder akrobatische Turnnummer, der rote Faden des Fliegens zog sich konsequent durch das Programm. Dazwischen überbrückte die Moderation des Sketch-Teams auf humorvolle Art und Weise die Zeit, die für den Umbau der Bühne benötigt wurde. Von einem glücklichen Gewinner einer Flugreise über das Packen des Koffers mit mehr oder weniger sinnvollen Gegenständen bis hin zur eigentlichen Flugreise wurden alle möglichen Situationen abgedeckt, die es rund um das Fliegen geben kann.
Evakuieren der Plätze
Während das tatsächliche Fliegen mit einem Flugzeug in der Turnhalle in Leutwil leider nicht möglich war, liessen es sich die Turnerinnen und Turner nicht nehmen, durch die Lüfte zu wirbeln. Immer wieder wurden mit Hebefiguren Flugzeuge nachgeahmt oder aber mit schwungvollen Flugelementen an den Barren durch die Luft gesegelt.
Eine ganz besondere Nummer fand kurz vor der Pause statt. Alle Personen, die auf einem Platz sassen, der mit einem «X» markiert war, mussten ihre Plätze aus Sicherheitsgründen evakuieren und sich entweder am Rand des Saals oder auf der Bühne einen Platz suchen. Dann wurden mehrere Matten in den Gängen zwischen den Tischen platziert und die Ringe heruntergelassen. Somit flogen die Turner plötzlich über die Köpfe der Zuschauerinnen und Zuschauer hinweg und versetzten alle, egal ob Gross oder Klein, in Staunen mit ihren Kunststücken.
Am Ende des Turnerabends landete der Flieger mit tosendem Applaus wieder am LPU Airport. Die Zuschauerinnen und Zuschauer stiegen glücklich und zufrieden aus und werden sich noch lange an die schönen Momente dieser besonderen Flugreise erinnern.
Melanie Köchli







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