hg. «Wir haben eine gute Besetzung», freute sich Ursula Kaufmann, Präsidentin der Kulturkomission Gontenschwil, anlässlich der Lesung mit Musik und sie hatte keineswegs zu viel versprochen. An die 50 Personen fanden den Weg in die Aula des Husmatt-Schulhauses und kamen in den ...
hg. «Wir haben eine gute Besetzung», freute sich Ursula Kaufmann, Präsidentin der Kulturkomission Gontenschwil, anlässlich der Lesung mit Musik und sie hatte keineswegs zu viel versprochen. An die 50 Personen fanden den Weg in die Aula des Husmatt-Schulhauses und kamen in den Genuss eines gelungenen Anlasses, bei welchem dem wunderbaren Zusammenspiel von Sabine und Sven Bachmann-Frey an Akkordeon und Klarinette gelauscht und bei den von Hanspeter Müller-Drossaart mitgebrachten Geschichten und Gedichten so richtig herzhaft gelacht werden durfte. «Eine Stunde am Tag ist unbedenklich, eine Stunde am Tag schadet höchstens der Dummheit», erklärte ein gut gelaunter Hanspeter Müller-Drossart vorab zur Lesung und deren ungefähre Dauer. Eine Stunde zurücklehnen, geniessen und lachen stellte sich dann vielmehr als Balsam für die Seele heraus. Und so ging es musikalisch und literarisch auf eine kurzweilige, höchst amüsante Reise durch die Schweiz. Hanspeter Müller-Drossaart wechselte die verschiedensten Dialekte mühelos und überaus überzeugend , er las Werke von Franz Hohler, Matto Kämpf, Ernst Burren, aber auch Passagen aus seinen eigenen Büchern «zittrige fäkke» und «gredi üüfe» – alles Mundart-Literatur vom Feinsten, mal komisch, mal witzig, mal absurd, stets mit einem Körnchen Wahrheit und stets originell, original schweizerisch. Man hätte dem Trio noch lange zuhören mögen, doch nach der lautstark geforderten Zugabe war Schluss und Hanspeter Müller-Drossaart meinte: «Bevors mi ned ge het, hets mi Millione vo Johr ned ge – ond das esch au gange». Gegangen ist dann so schnell niemand, beim offerierten Apéro liess es sich noch herrlich verweilen und sich austauschen. (Bilder: hg.)