Die Badi ist jetzt moderner und länger offen

Di, 08. Jan. 2019

Mit einer Zeremonie im Schnee weihten Regierungsrat Alex Hürzeler, Gemeinderat Hans Heinrich Leuzinger und Architekt Thomas Weber das frisch sanierte Hallenbad in Menziken ein. Bei Wurst und Brot, einem Glas Wein und guter Stimmung konnte die Bevölkerung einen ersten Blick in ihre neue Badi werfen.

rc. Fünf Millionen Franken kosteten die zum Teil dringend nötigen Sanierungsarbeiten und die Erweiterungen der Badi Menziken. In ihrer Gesamtheit erlebt die Anstalt damit eine Steigerung der Attraktivität, die mehr Publikum anlocken wird. Diese Überzeugung unterstrich Gemeinderat Hans Heinrich Leuzinger noch einmal vor versammelter Bevölkerung, die im Schneetreiben den Worten des Gemeinderats lauschte. «Es ist nicht alltäglich, dass wir bei der aktuellen Finanzlage von Menziken einen so grossen Beitrag in ein Hallenbad investieren können», würdigte Leuzinger den Effort der ganzen Gemeinde. Nach den Sanierungen 1995 und 2001 ergab eine Analyse 2009, dass insbesondere die Nassräume in einem kritischen Zustand gewesen sind. Die eingesetzte Planungskommission schrieb demnach einen Wettbewerb aus, wobei Angebote bis 18 Mio. Franken eingegangen waren. Man habe sich für eine günstige, aber nicht für eine Billiglösung entschieden, erklärte der Gemeinderat. Der Kostenrahmen dürfte aller Aussicht nach eingehalten werden. Leuzinger sprach zudem die Vision einer Regionalisierung der Anlage aus, die der Tragbarkeit dank Aufteilung der Betriebskosten mit anderen Gemeinden, verbessern könnte.

«Lottoschein im Aargau abgeben»

Regierungsrat und Sportdirektor Alex Hunziker bedankte sich ebenfalls bei den Menziker Stimmbürgern, dass dieses wichtige Sport- und Freizeitangebot unterstützt worden sei. Die Badi sei wichtig für die ganze Region und deshalb habe sich auch der Kanton mit einem namhaften Betrag aus dem Swisslos-Fonds beteiligt. «Eine zeitgemässe Sportinfrastruktur ist wichtig für die Gesundheit der Bevölkerung und bietet dieser auch ein attraktives Freizeitangebot», führte Hürzleler weiter aus und unterstrich, dass die Beiträge des Kantons dem Swisslos-Fondsentnommen worden seien und nicht etwa dem Steuerkässeli. «Wenn Sie einen Lottoschein abgeben, machen Sie das im Kanton Aargau, dann kommt es dem Kanton und damit der Aargauer Bevölkerung wieder zugute»

Das ist neu in der Badi

Die Sanierungsarbeiten starteten im April 2018. Man habe die Badi ursprünglich am 6. Dezember eröffnen wollen, «mit einem Samichlaus, der die Rutsche hinunter gleitet», scherzte Gemeinderat Leuzinger. Doch es kam zu Verzögerungen, wie Architekt Thomas Weber erläuterte: «Es mussten unerwartete bauliche Arbeiten im Bereich statischer Massnahmen erbracht werden, die zu einer rund einmonatigen Verspätung führten», sagte dieser und zählte die weiteren Arbeiten auf, die in dieser Woche noch vollendet werden: «Lüftungskanäle, Elektroinstallationen und Hauptverteilung, Wasseraufbereitung wurden komplett zurückgebaut und ersetzt. Betoninstandstellungen im Becken und im Untergeschoss sowie im Funktionsbecken wurden erneuert, Boden- und Wandbeläge im Bad, in den Garderoben und WC-Anlagen neu verlegt.» Auch neue Technik wurde installiert: Hydraulik, Pumpen, Ventil, Steuerung und LED-Beleuchtung sowie eine neue Wasseraufeberitung, Bodenheizung und Lüftung, die zum Teil neu konzipiert werden mussten. Es gab neue Fenster und Türen, ein neues Eintrittssystem und natürlich die Anbauten Rutsche und Plantschbecken.

Eröffnung am 12. Januar

Ab kommender Woche ist das Hallenbad für das Publikum wieder offen, Bis dahin werden noch einige Malerarbeiten und eine vollständige Reinigung durchgeführt. Die Öffnungszeiten werden ab diesem Zeitpunkt verlängert, denn die Badi ist unter der Woche bereits ab 13.30 Uhr offen. Der Vormittag ist weiterhin Schulklassen und Gruppen vorbehalten.

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