Burnout? Nein danke!
17.05.2019 BirrwilEin packender und informativer Vortrag von Alexander Pirchl war Programm am Schüür-Obe vom Mai. In einer anregenden Mischung aus direkter Ansprache, Einbezug des Publikums und Fakten gelang es dem Personaltrainer, die Anwesenden zu fesseln und seine Botschaft zu ...
Ein packender und informativer Vortrag von Alexander Pirchl war Programm am Schüür-Obe vom Mai. In einer anregenden Mischung aus direkter Ansprache, Einbezug des Publikums und Fakten gelang es dem Personaltrainer, die Anwesenden zu fesseln und seine Botschaft zu überbringen. Dominique Dutoit von der Schürgruppe führte durch den Abend und überreichte dem Referenten ein wohlverdientes Dankeschön.
(Eing.) «Wer mindestens einmal pro Tag die Zähne putzt, soll bitte aufstehen» – «und wer jeden Tag 10 Minuten Entspannungsübungen macht, darf stehen bleiben». Bis auf wenige Ausnahmen setzte sich die zahlreiche Zuhörerschaft wieder. In einer anregenden Mischung aus direkter Ansprache, Einbezug des Publikums zu aktiver Mitwirkung und gut dokumentierter Darstellung von Fakten, Forschungsergebnissen und Lehrmeinungen gelang es Alexander Pirchl, Personaltrainer, Supervisor und Diplommusiktherapeut, die Anwesenden zu fesseln und seine Botschaft zu überbringen: 10 Minuten entspannen täglich, in der Agenda eingetragen, nichts denken, nichts tun, vielleicht Musik hören, malen, singen als Burnout-Vorbeugung.
Stress ist eine Gefahrensituation
Stress ist eine Gefahrensituation, in der alle verfügbare Energie zur Selbstverteidigung eingesetzt wird. Die Symptome, die ein Urmensch zeigte, wenn er mit seinem Speer plötzlich einem Bären gegenüber stand, wie hoher Blutdruck, schneller Herzschlag, Gänsehaut usw. sind wohl in der entsprechenden Ausnahmesituation passend, aber der Gesundheit abträglich, wenn sie beim modernen Menschen durch Dauerstress, Überforderung durch Beruf, Familie, Gesellschaft immer vorhanden sind.
Mit Drohgebärde und Urschrei hat der Referent wirksam den Höhlenbären simuliert und die Zuhörenden den Strauss an adrenalingesteuerten Schreckreaktionen fühlen lassen. «Burnout ist ein Zustand körperlicher, emotionaler, kognitiver Erschöpfung, hervorgerufen durch andauernde und wiederholte Belastung» (H.J. Freudenberger 1974).
Zwölf Abschnitte bis zum Burnout
Auf dem Leidensweg zum Burnout lassen sich 12 Abschnitte unterscheiden. Von 1) grosse Begeisterung, anderen zu helfen und Erfolg zu haben über 5) Gleichgültigkeit und Zynismus bis hin zu 12) völlige Erschöpfung.
Bei 5) müssen die Alarmglocken schrillen, denn bis da ist die Umkehr zu schaffen. Details und Adressen sind nachzulesen unter http://www.burnoutstop.ch/.
Ein amüsantes Experiment
Mit einem amüsanten Experiment setzte der Referent 14 ProbandInnen unter Stress: Ein Aluminiumstab war auf 14 horizontal ausgestreckten Zeigefingern zu tragen und zum Boden zu führen, ohne den Kontakt mit dem Stab zu verlieren. Zum Erstaunen der Zuschauenden und zum Ärger der Beauftragten ging der Stab nach oben statt nach unten, was umgehend zu gereizten Diskussionen führte. Dank dem Zuspruch des Referenten wurde die Aufgabe schliesslich gelöst.
Der anschliessenden Diskussion folgten interessante Gespräche mit dem Referenten. Es ist nicht auszuschliessen, dass ein Teil 2 folgen wird.

