(Eing.) «Reiche dem Fremden die Hand, so dass er sie in seiner Art fassen kann.» Seit einem Dutzend Jahren feiert der Seetaler Poesiesommer den 1. August mit kulturellen Gedankenanstössen. In diesem Jahr schenkte auf einem Spaziergang im englischen Park beim Schloss Hallwyl der in Ebikon aufgewachsene Schriftsteller Lino Sibillano (Bild) seine Erfahrungen mit dem Fremden. Sie reichen zurück bis zu seiner Geburt als ein in der Schweiz geborenes italienisches Kind. Die Überfremdungsinitiativen setzten Tausende von Gastarbeiterfamilien in permanente Unsicherheit. Nach Jahrzehnten gelang es dem 56jährigen Autor, die hart durchlebte Realität in poetischen Bildern anschaulich mitzuteilen. «Du brauchst nicht höher als der Himmel zu steigen / nicht tiefer zu tauchen als der Grund», schreibt…
