2011 starteten vier Ranger in eine dreijährige Pilotphase. Mittlerweile sind sie zu sechst, ihre Präsenzzeit wurde für 2022 höher budgetiert und mit den Junior Rangern ist ein erfolgreiches Partner-Projekt entstanden.
grh. «Bei schönem Wetter ...
2011 starteten vier Ranger in eine dreijährige Pilotphase. Mittlerweile sind sie zu sechst, ihre Präsenzzeit wurde für 2022 höher budgetiert und mit den Junior Rangern ist ein erfolgreiches Partner-Projekt entstanden.
grh. «Bei schönem Wetter haben wir im Sommer schon mal 12’000 Menschen am Hallwilersee. Nicht alle wissen, wie sie mit der Natur umzugehen haben. Da kommen die Ranger ins Spiel», sagt Ueli Haller. Er ist Präsident des Trägervereins, zusammengesetzt aus Vertretern der Gemeinden Aesch, Beinwil am See, Beromünster, Birrwil, Boniswil, Fahrwangen, Meisterschwanden, Hitzkirch, Seengen sowie den Kantonen Aargau und Luzern. «Der See ist eine Idylle, zu der wir Sorge tragen müssen. Die Ranger sind Naturschützer vor Ort. Sie schaffen Bewusstsein für die Umgebung, reden mit den Leuten und weisen auf bestehende Regeln hin.»
An der Notwendigkeit dieser Präsenz der Ranger hat sich seit dem Start in die Pilotphase 2011 nichts geändert. Eher im Gegenteil. «Durch Corona ist die Zahl der Menschen rund um den See gestiegen. Die kontinuierliche Präsenz der Ranger ist enorm wichtig.»
Ein Mann aus den eigenen Reihen
Rangerchefin Murièle Jonglez habe diese Herausforderung mehr als gemeistert. Unter anderem wurden unter ihrer Führung administrative Abläufe komplett digitalisiert. «Dazu hat sie die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt. Auch davon haben die Ranger profitiert», erklärt Ueli Haller. Dass Murièle Jonglez sich verabschiede sei schade. «Aber wir verstehen, dass die Belastung durch Pendeln zwischen zwei Kantonen sehr gross ist.» Umso glücklicher schätze man sich, mit Wilke Scheitlin-Brandt einen Nachfolger für die Leitung gefunden zu haben, der aus den eigenen Reihen kommt. Als neue Rangerin werde Helene Amsler eingestellt.
«Dieses Team wird 2022 noch häufiger am See sein als bisher», verrät Ueli Haller. Die Steigerung der Präsenzstunden wurde vom Verein für die kommenden vier Jahre beschlossen. «Ausserdem hat unserer Rangerdienst Schule gemacht. Pro Natura hat beschlossen, unsere Ranger für eine bestimmte Anzahl Stunden am Baldeggersee zu buchen.» Für den Moment sei das eine Dienstleistung. «Aber längerfristig können so neue Kooperationen entstehen.» Ueli Haller hält einen Moment inne, bevor er weiterspricht. «Die Ranger haben sich etabliert, sie haben Wurzeln geschlagen.» Oder wie Wilke Scheitlin-Brandt seine Vision fürs neue Jahr zusammenfasst: « Ich wünsche mir, dass wir als Ranger im neuen Jahr neben der Aufsichtstätigkeit auch Wertschätzung und Begeisterung für unsere tolle Flora und Fauna am Hallwilersee weiter vermitteln können.»