«Steuerfuss ist längerfristig gesichert»
14.04.2022 SeengenDie Rechnung 2021 der Einwohnergemeinde Seengen weist ein Plus von 1,057 Millionen Franken auf, budgetiert gewesen war ein Minus von 236’200 Franken. Wie Gemeindeammann Jörg Bruder festhält, ist Seengen finanziell sehr gut positioniert und bereit, die anstehenden geplanten ...
Die Rechnung 2021 der Einwohnergemeinde Seengen weist ein Plus von 1,057 Millionen Franken auf, budgetiert gewesen war ein Minus von 236’200 Franken. Wie Gemeindeammann Jörg Bruder festhält, ist Seengen finanziell sehr gut positioniert und bereit, die anstehenden geplanten Investitionen wie vorgesehen umzusetzen. Auch zeigen die aktuellen Zahlen, dass der aktuelle Steuerfuss von 72 Prozent längerfristig gesichert ist.
hg. Einmal mehr kann die Einwohnergemeinde Seengen einen überaus erfreulichen Jahresabschluss präsentieren. Die Rechnung 2021 weist ein Plus von 1’056’997 Franken auf, budgetiert gewesen war ein Minus von 236’200 Franken. Dazu beigetragen haben zum einen ein deutlich höherer Steuerertrag, ausserdem konnte im letzten Jahr zusätzlich ein Buchgewinn von 1,14 Millionen Franken (Verkauf Bürgerheim) verbucht werden. «Eine aussagekräftige Zahl ist jeweils das operative Ergebnis und dieses weist ein Plus von 776’997 Franken auf», hält Dieter Stäger, neuer Leiter Finanzen, fest. Budgetiert gewesen war hier ein Minus von 516’200 Franken. «Auch erfreulich ist der Selbstfinanzierungswert von knapp 2,8 Millionen Franken.» Was das Nettovermögen der Gemeinde (ohne Spezialfinanzierungen) betrifft, so blieb dieses mit 6,192 Millionen Franken oder 1452 Franken pro Einwohner ungefähr auf Vorjahresniveau. «Mit Blick auf die noch anstehenden Investitionen sind wir froh um diese vorhandenen Mittel», so Gemeindeammann Jörg Bruder. Total verfügt die Einwohnergemeinde Seengen per Ende 2021 über ein Eigenkapital in der Höhe von 57’085’722 Franken. «Wichtigste Kennzahl ist beim Eigenkapital aber der Bilanzüberschuss, der mit 17,797 Millionen Franken einen überaus erfreulichen Wert aufweist. «Dank den stetigen Ertragsüberschüssen konnte die Reserve in den Jahren 2014 bis 2021 um 11,6 Millionen Franken erhöht werden», fasst Dieter Stäger zusammen. Und Jörg Bruder merkt an: «Auch wir werden wieder einmal ein Defizit haben, welches wir aber dank dem erfreulichen Bilanzüberschuss problemlos auffangen können. Gut für den Steuerzahler zu wissen ist, dass damit der Steuerfuss längerfristig gesichert ist.»
Punktlandung bei den Steuereinnahmen
Die Steuererträge aller Steuerarten lagen im Rechnungsjahr bei 11,945 Millionen Franken, was gegenüber dem Budget einem Plus von 6,5 Prozent entspricht. Die grössten Abweichungen gab es bei den Erbschaftsund Schenkungssteuern. Budgetiert waren Einnahmen von 50’000 Franken, tatsächlich konnten 334’519 Franken generiert werden. «Was die Einkommens- und Vermögenssteuern betrifft, da haben wir praktisch eine Punktlandung geschafft», hält Martin Suter, Leiter Steuern, fest. Diese lagen mit 9,649 Millionen Franken 0,51 Prozent über dem Budget. Während in den meisten Gemeinden in diesem Jahr ein grosser Überschuss resultierte, hat man in Seengen die Vorgaben des Kantonalen Steueramtes für das Budget 2021 nicht übernommen. «Wir haben nicht mit einem grossen Einbruch bei den Steuereinnahmen gerechnet», erklärt Gemeindeammann Jörg Bruder – und mit dieser Prognose hat man recht behalten. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Einkommens- und Vermögenssteuern im Rechnungsjahr 2021 um 211’633 Franken oder 2,03 Prozent höher. Wie Martin Suter weiter ausführt, liegt die Steuerkraft pro Kopf minimal (13 Franken oder 0,38 Prozent) tiefer als im letzten Jahr. «Der Wert von 3388 Franken ist aber immer noch ein sehr guter Wert», hält der Leiter Steuern erfreut fest.
Es ist noch einiges geplant
Im vergangenen Jahr hat die Einwohnergemeinde Seengen Investitionen in der Höhe von 2,846 Millionen Franken getätigt. «Wir befinden uns aktuell in einer Investitionsphase», erklärt Jörg Bruder. Will heissen, dass auch in den kommenden Jahren einige Investitionen auf die Gemeinde zukommen werden. Laut Aufgaben- und Finanzplanung wird bis 2031 mit Investitionen in der Höhe von 36,8 Millionen Franken gerechnet, wovon 4,3 Millionen auf die Wasserversorgung und 3,8 Millionen auf die Abwasserbeseitigung fallen. Zum einen geht es hierbei um bereits beschlossene Projekte, wie etwa die Platzgestaltung Schulstrasse, die Aussensanierung des Burgturms, was beides noch in diesem Jahr in Angriff genommen wird. Ebenfalls bereits beschlossen ist der Gastrocontainer beim Burgturm, welcher auf die kommende Saison hin in Betrieb genommen werden soll, und beim Bau des Doppelkindergartens Hinterdorf sind die Submissionen in vollem Gange. Geplante Projekte sind laut Gemeindeammann Jörg Bruder beispielsweise die Sanierung des Schulhauses 3, die Sanierung des Schillinghauses, ein neues Schliesssystem für sämtliche Gemeindeliegenschaften, eine neue Weihnachtsbeleuchtung, die Sanierung des Frauenbads, der Neubau im Brestenbergbad oder der Kauf eines neuen TLFs für die Feuerwehr.
«Seengen ist finanziell sehr gut positioniert und bereit, die geplanten Investitionen wie vorgesehen umzusetzen, ein Aufschub aus finanziellen Gründen wird nicht notwendig sein», zieht Jörg Bruder ein überaus positives Fazit.

