Die Seeschifffahrt begeistert Hugo Jegge (82) aus Beinwil am See seit Kindsbeinen an. Mit dem Modellbau konnte der zweifache Familienvater sein Fernweh zügeln. Ozeandampfer im Massstab 1:600 hat er in Hunderten von Stunden filigran nachgebaut.
von René Fuchs
Ein Meer von Taschentüchern flattert durch die Luft. Eine grosse Menschenmenge drängt sich am Kai von Bremerhaven. Mit einem tiefen, durchdringenden Ton legt das riesige Passagierschiff «Bremen» am 4. September 1934 ab. Dank der leistungsfähigen Turbinen erreicht der Schnelldampfer in gut fünf Tagen auf der Nordatlantikroute New York. Mehr als 2000 Passagiere sind an Bord. In der dritten Klasse fährt Lina Matt, die Mutter von Hugo Jegge, mit. Erneut wird die 27-Jährige eine Arbeitsstelle als Dienstmädchen in der Metropolregion New…
