Heute vor 60 Jahren starb in Jerusalem der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber. Seine Werke zu einer Philosophie des Dialogs sind bis heute lesenswert. Leider sind sie aktueller denn je, weil nicht Frieden und Verständigung, sondern Terror und Rache herrschen.
1953 wurde Buber mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Der Holocaust-Überlebende nahm die Auszeichnung an und behandelte in seiner Dankesrede «Das echte Gespräch und die Möglichkeit des Friedens».
Buber hat das Gebot der Nächstenliebe etwas anders, aber wörtlicher aus dem Hebräischen übertragen, als wir es gewöhnlich im Ohr haben. In der Thora, im 3. Buch Mose 19, 18, heisst es in seiner Übersetzung:
«Liebe deinen Nächsten – er ist wie du.»
In seiner Dankesrede legt Buber aus, was das für ihn…