Nur für die wahre Liebe verlässt ein Mensch seine persönliche Komfortzone. Was der Stier Ambros damit zu tun hat, das erzählt «De Chuehstall-Adonis» von Lukas Bühler.
grh. Mittwochabend kurz vor 20 Uhr im Saalbau - oder doch in der Stube ...
Nur für die wahre Liebe verlässt ein Mensch seine persönliche Komfortzone. Was der Stier Ambros damit zu tun hat, das erzählt «De Chuehstall-Adonis» von Lukas Bühler.
grh. Mittwochabend kurz vor 20 Uhr im Saalbau - oder doch in der Stube von Annemiggi und Franz? Denn dort ist eine Menge los. Die Bäuerin hat organisiert, dass Ambros, der wunderbare Stier des Erlenhofes, für das Magazin «Bio-Farmer heute» fotografiert werden soll. Ihr Mann Franz hat das nicht mitbekommen. Als er die To-Do-Liste fürs Shooting findet, denkt er, dass sich Annemiggi Bilder von seinem «Adonis-Körper» wünscht. Knecht Lunzi will ihm beistehen – und das alles, während die Nachbarinnen Emmi und Hildi auf dem Hof ein- und ausgehen.
Souffleuse Conny Huber, die zu diesem Zeitpunkt noch hie und da helfen muss, hält das nicht vom Schmunzeln ab. «Die Komik des «Chuehstall-Adonis» liegt in einem Kommunikationsproblem, das wir alle schon erlebt haben. Wir sind uns ganz sicher Bescheid zu wissen. Und darum hinterfragen wir nichts, Zweifel hin oder her.» Die Krönung solcher Momente sei die Mimik. «Die Schauspieler sagen nichts – aber in den Köpfen von Zuschauerinnen und Zuschauern entstehen unschlagbare Bilder.»
Zeit für gemütliches Miteinander
Was die Organisation betrifft, liegt die Theatergruppe voll im Zeitplan. «Die Kulissen durften wir uns von der MG Gontenschwil leihen.» Was das Stück angehe, habe man den zweiten und dritten Akt zusammengefasst. «Eine Pause ist für uns angenehmer», sind sich die Spieler einig. «Die Konzentration wird weniger unterbrochen.» Conny Huber fügt hinzu: «Und das gemütliche Miteinander ist ja nicht auf die Pause beschränkt. Nach der Vorstellung bleibt viel Zeit für Feierabendbier, wahlweise Kaffee und Kuchen.»
Noch leidet niemand an Lampenfieber. «Aber das liegt auch an unserem treuen Publikum. Wir freuen uns einfach, die Leute zum Lachen zu bringen.» Auf der Bühne geht es weiter mit dem Einsatz von Haarschaum – wie die Frisur am Ende ausfällt, das können sich Neugierige am 19. und 20. September im Saalbau in Boniswil direkt anschauen.