Urchig, rockig und immer überraschend

Do, 27. Nov. 2025
MG Schmiedrued mit Verstärkung: Der Dirigent, Sebastian Smolyn, holt mit viel Eleganz und Einfühlungsvermögen alles aus seinen Leuten heraus. (Bilder: Frieda Steffen)

Die Musikgesellschaft Schmiedrued und die Tambourengruppe kämpfen zwar – wie viele andere Vereine auch – mit Nachwuchsproblemen. Zum Jahreskonzert ist man deshalb froh über Verstärkung aus den Nachbarvereinen. Aber der Dirigent, Sebastian Smolyn, führt das Korps immer wieder zu wahren Höhenflügen. Drei vehement geforderte Zugaben dokumentieren das recht hohe Niveau des Dorfvereins.

«Das sein mir!» von Fabian Gottardi – mit diesem Eingangsstück zum Jahreskonzert setzten die Musikantinnen und Musikanten der Musikgesellschaft Schmiedrued ein klares Zeichen: Sie sind ein bisschen anders und stolz darauf. Die Mehrzweckhalle war gut gefüllt, denn dass zum Jahreskonzert der MG Schnee fällt und das Thermometer unter Null sinkt, ist Tradition, wie der Präsident, David Müller, bestätigte, und kein Grund, das Konzert zu versäumen. «Nächstes Jahr machen wir das im Sommer, mal sehen, was dann passiert», so Müller weiter. Damit übergab er das Mikrofon an Milena Dätwyler, die sich als hervorragende Ansagerin entpuppte. «Italo Pop Classic» war Italianità pur, bekannte Melodien mit Temperament vorgetragen. «Freudenfeuer im Herzen» zeigte das Korps mit einer Polka. «Baba Yetu» ist ein musikalisches Werk des Komponisten Christopher Tin und gehört zur Weltmusik. Die MG Schmiedrued wagte sich daran, es fehlte bloss der Gospelchor dazu. Mit dem rockigen «Don’t stop me now» wurde die Bühne frei gemacht für die Vorträge der Tambouren. Diese überraschten mit drei quirligen Stücken: «Chnebeler», «La Bamba» und «Rock you».

Herausforderung gemeistert

«So schön ist Blasmusik», mit diesen mächtigen Tönen, abwechselnd mit beschwingten Sequenzen, holten die Musizierenden das Publikum aus der Pause zurück. Zum Zurücklehnen und Geniessen diente das Pop Medley «Total Toto», gefolgt von «einem kleinen Blumenstrauss» aus der Kiste der Volksmusik. «San Carlo on the Water» wurde zur grossen Herausforderung, die das Korps mühelos meisterte.

Marschklänge und Passagen aus «Smoke on the Water» wechselten sich nahtlos ab. Ein spannender Ohrenschmaus für die Zuhörer. Mit dem Erfolgsstück von Peter Maffay «Über sieben Brücken» sollte eigentlich das Programm abgeschlossen werden. Drei Zugaben wurden indessen lautstark gefordert, bevor die Spielleute nach «Alls was bruuchsch of der Wält das isch Liebi» endlich ihre Instrumente versorgen konnten.

Frieda Steffen

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