Die Redewendung «man soll die Feste feiern, wie sie fallen», stammt aus dem 19. Jahrhundert. Dass man nicht bis Heiligabend warten muss, um in geselliger Stimmung den Advent zu geniessen, zeigte sich am Traditionsanlass Christkindlimärt des ...
Die Redewendung «man soll die Feste feiern, wie sie fallen», stammt aus dem 19. Jahrhundert. Dass man nicht bis Heiligabend warten muss, um in geselliger Stimmung den Advent zu geniessen, zeigte sich am Traditionsanlass Christkindlimärt des Gewerbevereins.
Mit strahlenden Gesichtern priesen die Jugendlichen am Stand der reformierten Kirchgemeinde die selbstgestalteten, praktischen Haus- und Büroverschönerungen an. «Das ist das Resultat eines Workshops», erklärte Sozialdiakonin Andrea Kwiring-Suter. Die Einnahmen kämen der Jugendarbeit der Kirchgemeinde zugute. Mit Blick auf die Schützlinge, die gerade einem Betrachter Auskunft zu Glühwein und Kerzengläser gaben, fügte sie hinzu: «Ich beobachte gerne, mit welcher Begeisterung die Jugendlichen den Stand managen. Das macht grossen Spass.»
Spass machte auch so manches Wiedersehen. Da trafen sich die kreativen Standbetreiber nach einem Jahr. Oder Bürgerinnen und Bürger, die im Alltag einfach zu weit voneinander weg wohnen, nahmen sich Zeit für eine heisse Suppe am Stand der Brockenstube Chrosihus. Die kleinen Gäste zogen das Karussell der Suppe vor. Spätestens bei ihrem Winken und Rufen war der Alltag auch bei den Erwachsenen vergessen.
Andere begaben sich zum Stand der Feuerwehr und berieten sich gegenseitig bei der Wahl des Christbaums. Schliesslich standen da gut 100 Bäume – von kniehoch bis zwei Meter – bereit. Daneben luden die Sängerfrönde zu selbstgebrauten Tees. Sie hatten ihr Sortiment um Hagebutte erweitert. «Eine gute Basis für den Holdrio erwachsener Märtgäste», merkten die Herren am Stand mit einem Schmunzeln an.
Adventsklang
Klangvolle Weihnachtsstimmung für sangesfreudige Teenager bot sich beim offenen Weihnachtssingen des Jugendchors Seetal in der Aula des Schulhauses Steineggli an. Die Musikgesellschaft konzertierte auf dem Platz und einer der zahlreichen Zuhörer kommentierte den Christkindlimärt mit den Worten: «Ich muss nicht wie andere bis zum 24. Dezember warten. Mein Weihnachtsfest ist hier und heute.»
Graziella Jämsä