Kirchenaustritte nehmen zu, Beschwerden über Glockengeläut ebenso. Zu laut, zu störend, nicht mehr zeitgemäss. So lautet oft der Vorwurf. Doch dann geschieht eine Katastrophe.
Der Brand in Crans-Montana hat Schwerverletzte gefordert und Menschenleben gekostet. Zurück bleiben Trauer, Sprachlosigkeit und Familien, deren Leben für immer verändert ist.
In solchen Momenten spielen Komfort und Alltag keine Rolle mehr.
Dann öffnen sich Kirchen als Orte des Gedenkens, der Stille und des Beistands. Ohne Bedingungen, ohne Gegenleistung.
Glocken sind in diesen Augenblicken kein Lärm, sondern ein Zeichen der Verbundenheit und des Mitgefühls.
Am 9. Januar wurden in der ganzen Schweiz die Glocken ausschliesslich zum Gedenken an die Opfer von Crans-Montana geläuten. Nicht aus Gewohnheit, sondern aus…