Viele Menschen sind erschüttert über die Meldungen zur massiven Pestizidbelastung der Wyna. Zu Recht. Wenn ein Fluss, der unsere Dörfer verbindet, unsere Landschaft prägt und Lebensraum für unzählige Arten bietet, mit hochgiftigen Stoffen belastet wird, ist das nicht nur ein Betriebsunfall, den man dem Nachbarkanton in die Schuhe schieben kann. Es ist auch Symptom eines Systems, das ökologische Grenzen seit Jahren missachtet.
Gerade im Kanton Aargau, der sich gern als «Wasserschloss» der Schweiz bezeichnet, muss der Schutz unserer Gewässer oberste Priorität haben. Die Realität zeigt ein anderes Bild: zu wenig Kontrolle, zu wenig Monitoring, zu wenig Bereitschaft hinzuschauen. Die Wyna ist kein Einzelfall. Chlorothalonil-Metaboliten im Grundwasser, PFAS in Böden oder nun Deltamethrin im…