Zeitlebens hat sich Ruth Wyss für das Wohl ihrer Mitmenschen eingesetzt. Nun ist sie im Alter von 87 Jahren gestorben. Von 1983 bis 2000 hatte sie die Gesamtleitung des Pflegedienstes im Spital Menziken inne. 2015 wurde sie für ihr grosses Engagement beim Aufbau der Spitex Menziken-Burg ...
Zeitlebens hat sich Ruth Wyss für das Wohl ihrer Mitmenschen eingesetzt. Nun ist sie im Alter von 87 Jahren gestorben. Von 1983 bis 2000 hatte sie die Gesamtleitung des Pflegedienstes im Spital Menziken inne. 2015 wurde sie für ihr grosses Engagement beim Aufbau der Spitex Menziken-Burg und der regionalen Sterbebegleitung mit dem «Prix Menzo» geehrt.
Red. Aufgewachsen ist Ruth Wyss mit einer jüngeren Schwester im Reinacher Lenz. 1953 erhielt sie bei der Familie von Alois und Irene Meier in Pfeffikon ihre erste Stelle, ehe sie vorerst im Büro der Alu Menziken Beschäftigung fand. «Krankenschwester zu werden, war mein Wunschtraum», verriet Ruth Wyss in einem Porträt von René Fuchs im Wynentaler Blatt im Jahr 2022. Ihr erstes Geld verdiente sie als Schwesternhilfe, ehe sie in der Gemeinde Zollikerberg eine dreijährige Ausbildung antrat. Später bildete sie sich zur Operationsschwester weiter, ehe sie 1970 Max Wyss heiratete und Sohn Hans-Peter zur Welt kam. Doch ein Schicksalsschlag sollte fortan das Leben der jungen Ruth prägen. Ihr Mann erlitt bei einem unverschuldeten Autounfall eine Schädelfraktur und so war sie nun Mutter, Pflegerin und musste für das Einkommen sorgen.
Mit grossem Willen bewältigte Ruth Wyss auch diese Aufgabe. Nach einem Umzug der ganzen Familie nach Ilanz führte sie ein Inserat im «Wynentaler Blatt» zurück in die Heimat. Sie übernahm die Gesamtleitung des Pflegedienstes am Spital Menziken, wo sie sich eine hohe Achtung erarbeitete.
Auch nach ihrer Pensionierung blieb sie aktiv, sie war Mitbegründerin der Spitex Menziken-Burg und leitete den Aufbau der regionalen Sterbebegleitung. «Ich glaube, ich bin eher der Machertyp», schmunzelte Ruth Wyss im Porträt dieser Zeitung, wo sie als «Frohnatur» beschrieben wurde ‒ und so wird man sie in Erinnerung behalten. Ruth Wyss ist vergangene Woche im Falkenstein Menziken gestorben.