Philosoph der tausend Fluchwörter

Sa, 21. Mai. 2016
Simon Enzler (Bild: rc.)

Wir haben genau nachgezählt: Es waren ungefähr fünfhundert, eher gefühlte tausend Fluchwörter, die Simon Enzler in sein neues Bühnenprogramm eingebaut hat. Gestört hat es niemanden, um so mehr wurde gelacht – vielleicht auch weil man sich hie und da selber erkannt hat.

 

In perfektem «Apözöllerisch» begrüsste Simon Enzler das zahlreich erschienene Publikum im Reinacher Saalbau und wollte in eigener Sache erst mal seine top gelegeneWohnung vermieten, für 8500 Franken, mit Lebhag, also «einem Hag, der lebt» wie der Apenzeller seinen Dialekt immer wieder zu erklären wusste. Er habe sogar eigens ein Inserat aufgegeben «Haustiere und Ausländer unerwünscht, was man halt so in ein Inserat schreibt». Natürlich lieferte er die Erklärungen gleich nach: «Haustierbesitzer sind – ich will nicht sagen asozial, aber nahe dran.»Und die Ausländer? «Jetzt mal ehrlich, so einer, der mir nichts, dir nichts seine Heimat verlassen hat, der ist doch vieles, aber doch sicher kein verlässlicher Mieter...» Er sei da aber sehr tolerant; er toleriere, dass einer der in die Schweiz gekommen sei, auch wieder gehen könne.

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Dieser Artikel ist am Mittwoch, 18. Mai 2016 in der gedruckten Ausgabe Nr. 38 unserer Zeitung erschienen. Wenn Sie das WB zweimal in der Woche druckfrisch in Ihrem Briefkasten oder auf Ihrem Tablet haben möchten, abonnieren Sie das Wynentaler-Blatt noch heute - Sie verpassen nie wieder einen Artikel aus IHRER Region.

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