Hier ungefähr beginnt das Wynental

Do, 18. Mär. 2021
Die Regionalplanungsverbände haben nicht interveniert, der Kanton führte aus. Dennoch ist klar: das touristische Schild steht am falschen Ort. (Bild: rc.)

Die Ankündigung ist schon lange her, die Umsetzung zog sich in die Länge, nun stehen sie endlich da: die touristischen Hinweisschilder, die der Kanton Aargau schon vor ein paar Jahren beschafft hat. Doch der Standort der Tafel gibt Rätsel auf.

rc. Weil der Platz entlang der Autobahn offenbar nicht reicht, um auf das nahe gelegene Wynental aufmerksam zu machen, stehen die touristischen Begrüssungsschilder nun einfach an den Einfallstrassen der jeweiligen Regionen. Ab sofort wissen wir endlich, wo das Wynental anfängt – nämlich kurz vor Teufenthal. Alles, was sich nördlich der Bleien befindet (also hinter dem Fotografen), verschwindet im geografischen Nichts, in dem schon die Gemeinde Suhr liegt: obwohl sich dort nämlich Suhre und Wyna vereinen, gehört Suhr weder zum einen noch zum anderen Tal. Was das angeht, kann sich Gränichen aber darauf berufen, dass sich die Wyna über mehrere Kilometer durchs Dorf schlängelt, während zum Beispiel Teufenthal mit ein paar Hundert Metern auskommen muss – und das erst noch im Grenzgebiet zu Oberkulm.

Von den Replas gab es keine Inputs

Verantwortlich für die Wahl der Tafelstandorte sind die Regionalplanungsverbände (Repla). In Gränichen kommt es dabei zu einem Konflikt, wie die Kollegen des «Landanzeigers» herausgefunden haben: «Für die Sujetund Standortauswahl waren in erster Linie die Replas unsere Ansprechpartner, die wiederum ihre Mitgliedergemeinden vertreten haben», sagt Giovanni Leardini, Mediensprecher des Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau. Im vorliegenden Fall sei die Situation aus geographischen Gründen etwas speziell: «Aarau Regio» umfasse auch Gränichen, und «Aargau Süd impuls» beginne erst mit Teufenthal. «Diese beiden Replas haben wir über die Sujets und Standorte informiert, von beiden kam kein Input zu den Standorten in Bezug auf den Begriff Wynental», sagt Leardini. Der Standort der Tafel sei deshalb von Anfang an zwischen Gränichen und Teufenthal geplant gewesen.

In der Bevölkerung löst die Standortwahl einige Verwunderung aus. Dem Wynentaler Blatt schreibt ein Leser: «Ich frage mich, welche Aufgaben ein Regionalplanungsverband hat, wenn nicht diese.»

In diesem Fall hätten sogar zwei ortskundige Replas die Möglichkeit gehabt, dem Kanton die regionalen Verhältnisse mitzuteilen, oder sich wenigstens untereinander abzusprechen. Seis drum. Lassen wir uns durch regionale Nachlässigkeit und kantonalen Gehorsam nicht beirren: Das Tor zum Wynental befindet sich selbstverständlich am nördlichen Eingang des Dorfes, ziemlich genau auf der Höhe der Autobahnbrücke, wo man bei entsprechend geschickter Montage das Schild sogar von der Autobahn her hätte erkennen können.

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