Die Lust auf Kultur war auf Schloss Liebegg nach langer coronabedingter Abstinenz greifbar. Das Barockorchester «Capriccio» glänzte seit 2016 be-reits zum zweiten Mal vor «ausverkauftem» Haus mit Stücken von Komponisten aus der ...
Die Lust auf Kultur war auf Schloss Liebegg nach langer coronabedingter Abstinenz greifbar. Das Barockorchester «Capriccio» glänzte seit 2016 be-reits zum zweiten Mal vor «ausverkauftem» Haus mit Stücken von Komponisten aus der Barockzeit.
(Eing.) Dank «open air» mussten weder der Verein Schloss Liebegg noch das Orchester «Capriccio» auf den Saal zurückgreifen und damit die Zahl der Zuhörer einschränken. Zum diesjährigen Motto des Orchesters, «Grund und Bogen», gab der kantonale Denkmalpfleger Reto Nussbaumer eine kurze, interessante Einleitung. Er verknüpfte seine Erläuterungen dabei mit dem «Grund und Boden» der Liebegg und erklärte den Besuchern unter anderem, dass die im 12. Jahrhundert erbaute Burg auf Sandstein steht. Im Anschluss daran begeisterten die Musiker unter der Leitung von Dominik Kiefer auf dem Schloss einmal mehr mit ihrem musikalischen Streifzug durch die Meisterwerke bekannter Komponisten aber auch mit weniger gespielten Werken. Bei strahlendem Sommerwetter kamen so rund 130 Personen – immer unter Einhaltung eines Corona-Schutzkonzeptes – in den Genuss von Ouvertüre und Conclusio von Georg Philipp Telemanns Tafelmusik aus dem Jahre 1733. Damals von Telemann als abwechslungsreiche Unterhaltungsmusik vor allem für wohlhabende Musikfreunde geschrieben. Am Sonntag kam dagegen ein breites Schloss-Publikum in den einmaligen Genuss. Garniert wurde der Auftritt der Streicher und Bläser mit Werken von Giuseppe Torelli, Tomaso Albinoni und Antonio Vivaldi.
Erster Vereinsanlass seit langem
Mit der diesjährigen Serenade und dem gelungenen Auftritt von «Capriccio» konnte der Verein Schloss Liebegg seit Ausbruch der CoVid19-Pandemie Anfang 2020 und den behördlichen Einschränkungen erstmals wieder einen Vereinsanlass durchführen. Schloss und Verein haben die Folgen der Pandemie aber stark gespürt. Alle bisher geplanten Vereinsanlässe mussten abgesagt werden. Auch viele Firmen, Vereine, Gemeinden oder andere Organisationen haben auf die bereits im Vorjahr geplanten Veranstaltungen aufgrund der Corona-Einschränkungen verzichtet. «Wir hoffen, dass sich die Corona-Situation weiter abschwächt und wir weitere Vereinsanlässe wie Schloss-Metzgete, Chlausmärt oder das Weihnachtskonzert in diesem Jahr durchführen können», gibt sich Urs Bachmann, Präsident des Vereins Schloss Liebegg zuversichtlich. Erfreulich sei zudem, dass einerseits einzelne Firmen ihre Seminare unter Einhaltung unseres Schutzkonzeptes auch in diesem Jahr durchführen und anderseits für 2022 bereits wieder viele Termin- und Buchungs-Anfragen eingehen.