Eltern und Nachwuchs sind wohlauf

Do, 25. Mai. 2023

Als sich um kurz nach 9 Uhr die ersten Vogelbeobachter in Meisterschwanden aufs Schiff begaben, war es noch neblig. Doch schon beim dritten Sammelhalt in Böju hatte die Sonne gewonnen. Eine Reise auf den Spuren der Schwäne.

grh. «Der Bestand ist mit 27 Tieren aktuell eher klein», weiss Thomas Eichenberger, Präsident der Schwanenkolonie Hallwilersee. 2018, also vor nur fünf Jahren, sei er fast doppelt so hoch gewesen. «Umso mehr freuen wir uns über die zehn frisch geschlüpften Jungen.» Diese Begeisterung teilten die über 150 Schwanen-Fans mit strahlenden Gesichtern. Das Erkundungsboot mit Sabine Nestmeier, Martin und Conny Fischer fuhr jeweils vor, um die Situation zu sichten. Im Kontakt mit Thomas Eichenberger konnte Kapitän Ralph Bury dann den Kurs bestimmen.

Mit dem Nachwuchs unterwegs

In der Nähe vom Campingplatz Mosen dann der erste Höhepunkt: Ein Elternpaar war mit seinen sechs Nachwuchsschwänen auf dem See unterwegs. Die Vögel trauten sich erstaunlich nah ans Erkundungsboot. Darum erfuhr das gespannte Publikum, dass sich anfangs zwei der sechs Kleinen im Gefieder der Mutter versteckt gehalten haben.

Der Geruch eines Schwaneneis

In der Umgebung des Erlenhölzli gab es ein Nest mit sechs Schwanenund zwei Enteneiern zu betrachten. Ein siebtes Schwanenei war neben dem Nest ins Wasser gerollt und konnte später auf dem Schiff genauer in Augenschein genommen werden.Wer sich traute, roch ausserdem daran, was die Mutigen jedoch nicht weiterempfahlen.

Hörte man sich während der Fahrt auf dem Schiff um, zeigte sich, dass fast jeder seine persönliche Geschichte mit den majestätischen Vögeln hat. «Ich beobachte sie immer während meines Morgenspaziergangs», schilderte ein Herr. Und eine Frau betonte: «Für mich gehören die Schwäne zum Hallwilersee. Ich fände es mehr als schade, wenn unsere Nachkommen sie dereinst nicht mehr kennen, weil sie verschwunden sind.»

«Genau darum finde ich die Fahrt so wichtig», betonte Thomas Eichenberger, «hier sind nicht nur die Vereinsmitglieder selbst dabei, sondern auch Familie, Freunde und Enkel. Das Wissen und die Freude an den Schwänen werden weitergegeben.» Beispielsweise, dass Schwanenvater Hans Häfeli und mehrere Vereinsmitglieder verletzte Tiere versorgen. «Angelhaken, -sehnen oder Zäune können schon gefährlich werden.» Oder dass der Schwanenbestand im Zusammenhang steht mit den Feinden der Jungtiere, also Hecht, Wels, Fuchs oder Milan.

Ein Nest aus der Nähe

In Boniswil hielt das Schiff komplett. «Wir gehen ein kleines Stück aufwärts Richtung Gemeindehaus, wo wir unterhalb des Gebäudes ein Nest betrachten können, ohne den Schwänen in die Quere zu kommen.» Die zusätzlich angekündigte Wächterin in Form einer Schlange hatte sich jedoch bereits verzogen.

Viel zu schnell war die Fahrt vorbei. Da und dort wurde das Versprechen eingefordert: «Kommen wir nächstes Jahr wieder?» Das eifrige Nicken zeigte, das Engagement der Schwanenkolonie wird geschätzt und die Faszination ist ungebrochen.

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