Betrug mit der Liebe im Internet

Do, 13. Mär. 2025

Liebesbetrug im Internet verursacht nicht nur finanzielle Verluste, sondern hinterlässt Opfer, die verzweifelt sind. Die Täter agieren professionell, meist aus dem Ausland, und nutzen psychologische Manipulation, um Vertrauen aufzubauen und Geld zu ergaunern. Viele Betroffene erkennen den Betrug erst spät und scheuen sich, ihn anzuzeigen.

(Mitg.) Wie funktioniert Romance Scam? Beim Romance Scam täuschen Kriminelle online eine Liebesbeziehung vor. Die Täter agieren oft in Teams und betreuen mehrere Opfer gleichzeitig. Sie nutzen Übersetzungssoftware und KI-gestützte Kommunikation, um sprachliche Barrieren zu überwinden. Über Wochen oder Monate bauen sie Vertrauen auf, bevor sie unter Vorwänden Geld fordern – sei es für Notfälle, Reisen oder angebliche Investitionen. Die Täter nutzen gezielt Emotionen wie Liebe, Hilfsbereitschaft und Loyalität aus.

Kein Geld an Internetbekanntschaften

Der beste Schutz ist simpel: Niemals Geld an eine Internetbekanntschaft überweisen! Die Täter setzen ihre Opfer emotional unter Druck, doch wer sich nicht darauf einlässt, entzieht ihnen die Grundlage für den Betrug. Ohne finanzielle Aussicht verlieren die Kriminellen schnell das Interesse.

Neue Kampagne klärt auf und ermutigt Betroffene

Die Zentralschweizer Polizeikorps unterstützen die neu lancierte Kampagne der Schweizerischen Kriminalprävention. Sie soll das Bewusstsein für diese Betrugsform schärfen, Vorbehalte abbauen und dazu ermutigen, solche Fälle zu melden. Mit Videos von Betroffenen und der Website www.romance-scam.chzeigtdie Kampagne, wie die Betrüger vorgehen und welche Folgen ihr Handeln für die Opfer hat.

Die Kampagne läuft von März bis Mai 2025 und soll ein klares Signal setzen: Wahre Liebe kostet nichts!


Damit Sie nicht Opfer eines Liebesbetrugs werden:

• Nehmen Sie auf Facebook oder ähnlichen Plattformen keine Freundschaftsanfragen von Menschen an, die Sie nicht aus dem realen Leben kennen.
• Fragen Sie sich, weshalb ein gut situierter, attraktiver Mensch aus einem fernen Land ohne irgendeinen Bezug zu Ihrem Leben plötzlich eine Fernbeziehung mit Ihnen beginnen möchte.
• Werden Sie misstrauisch, wenn das Gegenüber auf einer Partnerbörse vor einem ersten Treffen von der grossen Liebe spricht.
• Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn Geld von Ihnen gefordert wird oder Sie gebeten werden, Güter (z.B. Mobiltelefone, iTunes-Karten etc.) zu verschicken oder Pakete entgegenzunehmen.
• Stellen Sie nie Ihr Konto für fremde Finanztransaktionen zur Verfügung. Sie könnten sich strafbar machen (Geldwäsche)!
• Verschicken Sie niemals heikle oder intime Bilder von sich, die Sie nicht auch selbst veröffentlichen würden.
• Vergessen Sie nicht, dass im Internet alles gefälscht sein kann: komplette Profile mit Freundeslisten, Fotos, amtliche Dokumente, Filme, Belege, Passkopien, Telefonnummern usw.

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