Der Fasnachtsumzug der Reinacher Guggenmusik war alles andere als das Motto «Schnäck in Bläck» im ersten Augenblick vermuten liess. Bunt, schrill und laut war die Devise, wie es eben zu einem gelungenen Umzug dazugehört. Ob jung oder alt, als Polizist oder als Eisbär verkleidet, eines hatten alle gemeinsam: Richtig gute Laune.
Wer am späteren Freitagnachmittag seinen Einkauf in Reinach erledigen wollte, begegnete lange vor Umzugsstart quirligen und bunt verkleideten Menschen. Die Kinder waren meist mit einem Sack Konfetti ausgerüstet und dem einen oder anderen juckte es bereits in den Fingern, die Flugfähigkeit der Papierschnitzel auszutesten. So dauerte es nicht lange und die braunen Pflastersteine vor dem Bärenmarkt waren mit den kunterbunten Konfettis verschönert.
Janine Flückiger
Der Hauptstrasse entlang versammelten sich immer mehr Fasnachtsfans dicht aneinandergereiht, um einen bestmöglichen Blick auf die Guggenmusik samt Wagen zu haben. «Kommt, wir stellen uns hier hin. Hier haben wir einen guten Blick auf die Wagen», sagte eine Mutter liebevoll zu ihren Kindern. Unverkennbar, dass die drei zusammengehören. Ihre Gesichter waren fantasievoll mit bunten Sternen und viel Glitzer geschmückt.
Ein grosser Spielplatz
Es gab eine Vielzahl an originellen Verkleidungen zu bestaunen. Lustige Erdbeeren, coole Polizisten, flauschige Mäuse, prächtige Schmetterlinge und viele mehr verbreiteten gute Laune. Die Strasse wurde derweil gesperrt, doch der Umzug liess noch eine Weile auf sich warten. Die jungen Besucher nutzten die einmalige Gelegenheit und verwandelten die Hauptstrasse in einen grossen Spielplatz. Fangen spielen, quatschen und natürlich Konfettischlachten waren angesagt. Während andere bereits die ersten Papierschnitzelchen aus den Haaren pulten.
Schliesslich erklangen leise die ersten Trommeln und Trompeten. Die Route des Fasnachtsumzugs fing beim Saalbau an und führte über die Hauptstrasse bis zum Gemeindehaus. Mit dabei waren die Rickenbacher Fischlizunft mit ihrer Zunftmeisterin Claudia 1., die Näburuugger aus Mosen oder auch die Stompegosler aus Pfeffikon.
Das begeisterte Publikum begutachtete die aufwendig dekorierten Wagen oder tanzte, sofern es die engen Platzverhältnisse zuliessen, zur musikalischen Vielfalt, welche die Guggenmusiker präsentierten.
Auch beim anschliessenden Monsterkonzert auf dem Marktplatz liess der grosse Besucheransturm nicht viel mehr Platz zum Tanzen zu. Doch zum Glück geht mitwippen und geniessen auch an Ort und Stelle. Der Abend brach an und die Temperaturen wurden deutlich kühler. Ein guter Zeitpunkt für die Zuschauerschaft, sich an den diversen Ständen mit einer üppigen Mahlzeit oder einem heissen Getränk aufzuwärmen. So stand den Fasnacht-Fans nichts mehr im Weg, um mit geselliger Musik und fröhlicher Stimmung bis in die Abendstunden hinein weiterzufeiern.








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