Wird die Bildung Opfer der Sparwut?

So, 15. Nov. 2015
Bruno Schaller (zVg.)

Droht unser Bildungssystem mehr und mehr unter den Sparhammer zu geraten? Wer den Brief der Schulpflege und Schulleitung Menziken an die Eltern und SchülerInnen liest, wird diese Frage mit einem klaren Ja beantworten. Menzikens Schulleiter Bruno Schaller zeigt sich im WB-Interview besorgt.

 

Im Schreiben an Schüler- und Elternschaft stellen Schulpflege und Schulleitung fest, dass in Menziken künftig weniger Halbklassenunterricht möglich sein wird – und zwar in allen Abteilungen,vom Kindergarten bis zur 6. Klasse. Bildung ist das höchste Gut, Investitionen in die Jugend sind die besten. Von diesen hehren Credos, die für unsere Gesellschaft über Generationen hinweg Richtschnur waren, scheint sich die Politik in zunehmendem Masse zu verabschieden.

 

Bruno Schaller, gestatten Sie eine grundsätzliche Frage vorweg: Finden Sie das doppelseitige Schreiben an die Eltern nicht etwas gar komplex und anspruchsvoll formuliert?
Es hat innert Tagen viel Echo ausgelöst. Spontan und auf eigene Initiative hat sich zum Beispiel der Elternrat Menziken entschieden, am Mittwoch, 18. November 15, auf allen Pausenplätzen eine Unterschriftensammlung durchzuführen.

 

Können Sie uns kurz die wesentlichen Vor- bzw. Nachteile des Halbklassenunterrichts erklären, der aufgrund der kantonalen Sparmassnahmen gefährdet ist?
Rechnen wir mal: Wenn rund die Hälfte einer Lektion zur Individualisierung eingesetzt werden kann, um Stärken und Schwächen einzelner Kinder gerecht zu werden, profitieren 12 Schüler von 2 Minuten pro Lektion, 24 Schüler gerade noch 1 Minute. Das summiert sich auf ein Schuljahr auf einige Stunden. Individualisierung ist ein Qualitätsmerkmal von gutem Unterricht.

 

Den ganzen Artikel lesen Sie im Wynentaler Blatt Nr. 87, vom Freitag, 13. November 2015.

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