Durch Tamboureneinlagen bereichert
28.11.2024 Schmiedrued-WaldeAkkurat und stramm, wie gewohnt, kam der Dirigent Sebastian Smolyn auf die Bühne und trat vor sein erwartungsvolles Musikkorps. Die Musikgesellschaft Schmiedrued wurde für diesen Anlass unterstützt durch Mitglieder befreundeter Korps. Es folgten Stück um Stück mit ...
Akkurat und stramm, wie gewohnt, kam der Dirigent Sebastian Smolyn auf die Bühne und trat vor sein erwartungsvolles Musikkorps. Die Musikgesellschaft Schmiedrued wurde für diesen Anlass unterstützt durch Mitglieder befreundeter Korps. Es folgten Stück um Stück mit charmanter Ansage – Ehrungen, Tambouren und das Gedicht von Pia Schärli bereicherten die Szene.
st. Trotz eisiger Kälte durften sich die Musikantinnen und Musikanten der Musikgesellschaft Schmiedrued über eine fast volle Turnhalle freuen. Viele Gäste hatten sich im voraus durch die Küchenmannschaft, bestehend aus Mitgliedern des FTV Schmiedrued, kulinarisch verwöhnen lassen und warteten gespannt auf das weitere Geschehen, das mit einem flotten Marsch «Blasmusik macht Laune» eröffnet wurde. Zweimal Polka mit «Unser Schreinermeister» und «Regenbogengold» waren in der Folge zu hören, als auch schon Popmusik auf dem Programm stand. «The time of my life» stammt aus dem Film «Dirty dancing». Mit dem Marsch «Siebnen» wurde der erste Teil beendet und «Bühne frei!» für die Tambouren.
Technisches Malheur
Der Tambourmajor, Heinz Hunziker, präsentierte die kleineren Tambouren bei UV-Licht und gelben und roten Schlägeln, zwei weitere Jugendliche spielten gekonnt mit ihren farbigen Schlägeln. Dann war Showtime mit den Könnern. Eigentlich sollten die Trommelwirbel einen farbig beleuchteten Springbrunnen erzeugen. Leider versagten hier jedoch die Lampen, sodass die Zuschauer lediglich gekonntes Trommeln miterleben durften. Nur die vordersten Ränge konnten ein Wasserspiel, schwarz-weiss, verfolgen. Schade, denn Heinz Hunziker hatte sich damit einmal mehr einen besonderen Gag ausgedacht. Eine Zugabe wurde trotzdem verlangt.
Milliarden und Millionen
Im zweiten Teil ging es um «Milliarden von Sternen», ein weiterer Popsong. «Ein Gauaschacher Musikant», eine Polka sowie der Popsong «A Million Dreams» folgten, und schon stand mit «Traktorenmarsch» das letzte Stück auf dem Programm. Lautstark wurden Zugaben verlangt. Dem wurde mit zwei schmissigen Stücken entsprochen.
Dazwischen erheiterte Pia Schärli das Publikum mit einem humorgespickten Gedicht über eine Sache, die zwar jeden betrifft, keiner aber darüber sprechen möchte. Als nach dem Konzert die Kaffeestube eröffnet wurde, spielten dort die «Querörgeler» zum Tanze auf.
Ehrungen
Zwei treue Musikanten durften eine Ehrentafel entgegennehmen. Michael Beyer macht seit 25 Jahren Blasmusik und freute sich dabei stets über die tolle Kameradschaft und Hilfsbereitschaft, die innerhalb des Korps herrscht. Adolf Hunziker hingegen ist seit 70 Jahren dabei, immer als Mitglied der Musikgesellschaft Schmiedrued. Ihm wurde die höchstmögliche Ehrung zugesprochen, er wurde eidgenössischer Ehrenveteran. Für ihn waren jeweils die eidgenössischen Musikfeste Höhepunkte in seiner Musikantenkarriere. Zudem spielte er auch während 25 Jahren im früher obligaten Theater mit.
Von zwei Musikkameraden hiess es Abschied nehmen. Verstorben sind Edi Häfeli. Er spielte während 50 Jahren mit und war zwischenzeitlich Präsident, Kassier, Revisor und spielte im Theater mit. Ernst Dätwyler war mit seinen 70 Jahren Zugehörigkeit eidgenössischer Veteran und ebenfalls während einiger Zeit Vizepräsident und Präsident. Auch er spielte im Theater mit.
Charmante Verlegenheit
Eine Delegation brachte die Ansagerin tatsächlich in Verlegenheit. Sie musste die Delegationskarten verlesen und hatte offensichtlich nicht die Gelegenheit, im voraus einen Blick darauf zu werfen. So stolperte sie prompt über die Delegation: «Wandergruppe Zägg am Schnägg». «Ich glaube, ich weiss, wer sich diesen Spass erlaubt hat», gab sie entschuldigend preis. Eine andere Karte konnte sie gar nicht entziffern und musste sich Hilfe holen. Die Helferin liess sie bis am Ende zappeln. Erst als bekannt gegeben wurde, dass auch die Zeitung anwesend sei, jedoch ohne Delegationskarte… .



